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Rathaus-Anbau: Springer Politik beschließt Wettbewerb

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VON CHRISTIAN ZETT

Es war die letzte Ratssitzung, bevor sich das Gremium im November für die nächsten fünf Jahre neu formiert. Und zum Abschied brachten die Mitglieder eines der größten aktuellen Bau-Projekte neben der IGS weiter auf den Weg: Am Burghof-Rathaus soll ein Anbau entstehen, um die Raumnot der Stadt zu lindern und die Zusammenfassung mehrerer Standorte zu ermöglichen.

Springfeld betonte, man könne derzeit noch nicht einmal neue Auszubildende einstellen: „Wir müssten sie mit dem Laptop auf dem Schoss in den Flur setzen.“ Einige Mitarbeiter nutzten Büros, „die eher die Größe einer Besenkammer haben“. Das Baudezernat Salzhaube hat die Stadt zwar angemietet – trotzdem muss sie sich laut Vertrag dort selbst um das Gebäude kümmern. Für eine umfassende Sanierung stünden Kosten von 1,5 Millionen Euro im Raum, so Springfeld: Geld, das der Bürgermeister lieber in ein Haus stecken würde, das der Stadt selbst gehört.

Die Alternative zur Schaffung von mehr Räumen, machte Springfeld deutlich, sei das Aufstellen von Containern, um dort Büros unterzubringen: „Aber das sehe ich eigentlich nicht als angemessen an.“

Die meisten der Ratsmitglieder schlossen sich der Vorlage schließlich an: Demnach soll die Verwaltung nun einen Architektenwettbewerb in die Wege leiten, mit dem die beste und günstigste Lösung für einen Anbau am Rathaus ermittelt werden soll.

Protest gab es vor allem vom scheidenden Ratsherren Jürgen Kohlenberg (Freie Gruppe). Er forderte vergeblich, die Entscheidung dem neuen Rat zu überlassen. Anette Henkels (CDU) kritisierte, dass die Vorlage der Stadt einen eigenen Saal für Ratssitzungen als Möglichkeit vorsieht: „Das kann ich bei unserer Finanzlage keinem Bürger erklären.“ Henkels‘ Antrag scheiterte: Die meisten Politiker wollen nun zuerst die detaillierten Planungen abwarten und dann entscheiden.



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