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Votum für Teilnahme an Pilotprojekt – bei einer Gegenstimme

Rat bringt Tempo-30-Plan auf den Weg

SPRINGE.Mit großer Mehrheit hat der Rat am Donnerstagabend grünes Licht für die Bewerbung Springes beim Landes-Pilotprojekt „Tempo 30“ gegeben. Demnach bewirbt sich Springe mit innerörtlichen Straßen in Bennigsen, Eldagsen, Gestorf, Alferde, Alvesrode,Völksen und Mittelrode für das Modellprojekt.

Auch die Lange Straße in Eldagsen könnte Tempo-30-Zone werden. Bislang gilt die Beschränkung hier nur nachts. FOTO: ARCHIV/HELMBRECHT
Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Die Ratsmitglieder stimmten bei einer Gegenstimme von Arnd Bachmann (AfD) für die Teilnahme. Einige Ortsräte, unter anderem der in Eldagsen und Völksen, hatten sich bereits vorab für die Teilnahme an dem Projekt ausgesprochen.

Das Pilotprojekt des Landes sieht vor, an mindestens sechs Hauptverkehrsstraßen drei Jahre lang die Effekte von Tempo 30 zu testen. Die Zahl der Kommunen, die sich daran beteiligen möchten, dürfte jedoch weitaus höher sein. Am Ende entscheiden Experten darüber, wer dabei ist. Entscheidender Faktor ist dabei, ob und wie die vom Land vorgegebenen Kriterien erfüllt werden. Konkret wollen die Planer bei den Untersuchungen auf Veränderungen bei Luftqualität, Lärmbelästigung und Verkehrssicherheit achten. Die Straßen, bei denen sich die Kriterien repräsentativ am besten untersuchen lassen, werden am Ende auch beim Modellprojekt dabei sein.

Voraussichtlicher Projektstart ist das Jahr 2018: Zuerst müssen Teilnehmer-Kommunen ausgewählt werden, dann wird bei denen, die dabei sind, der Ist-Stand ermittelt. Erst dann wird testweise Tempo 30 angeordnet.

Thomas Hüper-Maus (Grüne) indes stellte während der Rats-Sitzung eine nicht ganz unerhebliche Frage: „Bei uns in Alvesrode wurde Tempo 30 eingeführt – aber nicht alle halten sich daran.“ Er wollte wissen, wie die Stadt die Umsetzung von Geschwindigkeitsbegrenzungen kontrollieren wolle. Bürgermeister Christian Springfeld (FDP) versicherte, dass die Stadt gerade eine Lösung entwickele: „Wir erarbeiten ein Konzept zur Geschwindigkeitsüberwachung.“ Bereits genutzt werden allerdings Tafeln, die die Geschwindigkeit vorbeifahrender Fahrzeuge anzeigen. Springfeld: „Meine Erfahrung ist, dass das gut funktioniert.“



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