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Rassegeflügelschau Springe: Teures Futter belastet Züchter

Auch die Geflügelzuchtvereine sind nicht von der Krise verschont geblieben. Auf der Rassegeflügelschau in Springe waren daher weniger Tiere zu bestaunen als in den Vorjahren.

Autor:

Reinhold Krause

Der „Geflügelzuchtverein Springe von 1887 mit Vogelfreunden und Vogelschutz“ gehört mit seiner 135-jährigen Geschichte zu den ältesten Vereinen der Deisterstadt. Wenn sich die Mitglieder auch „nur“ mit Federvieh befassen, so sind sie Bewahrer alten Kulturgutes, wie der Vorsitzende Jörg Sporleder bei der Eröffnung der Rassegeflügelschau im Kulturheim meinte.

20 Prozent weniger Tiere bei Springer Geflügelschau

Die Züchter von Hühnern, Enten, Tauben und Co. haben Zukunftsängste, denn sie leiden massiv unter der Teuerungswelle. Das gilt besonders für das benötigte Futter. Das war auch bei der Ausstellung zu merken: Konnten die Besucher im vorigen Jahr noch 550 unterschiedliche Tiere bestaunen, so waren es jetzt nur noch 436 Tiere – 20 Prozent weniger.

Einige Züchter haben ihre Population reduziert oder brachten deutlich weniger Tiere mit zur Ausstellung – auch wegen der parallel ausgetragenen Schau des Kreisverbandes Hannover und der Hauptsonderschau Hannoverscher Tümmler sowie des Rassetaubenclubs Weserbergland. „Außerdem laufen parallel überregionale Ausstellungen, wo sich Züchter mit mehrfach prämierten Tieren größere Siegchancen erhoffen und größere Preise abräumen können“, erklärte Ausstellungsleiter Klaus Poppelreuter, der selbst mehr als 50 Hühner und Tauben zur Schau beisteuerte.

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Der Nachwuchs: Joris-Ole (links) und Jan-Peter Fischer mit ihren Ausstellungstieren. Foto: Krause

Uwe Lampe, Ortsbürgermeister und Schirmherr der Ausstellung, betonte, „dass gerade in schwierigen Zeiten ein lebendiges Vereinsleben mit Mensch und Tier in jeder Hinsicht eine Stärkung des Zusammenlebens bedeutet“.

Laudator kommt kaum zu Wort

Lampe hatte trotz seiner lauten Stimme Schwierigkeiten, gehört zu werden: Pünktlich zur Eröffnung setzten Hähne und Hühner zu einem Konzert an, das jedes Wort im Keim erstickte. Martin Asche, der Vorsitzende des Landesverbandes der Rassegeflügelzüchter, dankte den Verantwortlichen im Verein, dass es ihnen gelungen war, zum zweiten Mal die Kreisverbandsschau in die heimische Geflügelschau zu integrieren. Der eigentliche Veranstalter hatte sich von seinen Räumlichkeiten trennen müssen. Auch er hoffte, dass sich die allgemeine Teuerung nicht allzu negativ auf die Geflügelzucht auswirke.

Ein Hoffnungsschimmer: Mit elf Tieren, Deutsche Zwerg-Wyandotten silber-schwarzgesäumt, hatten sich Joris-Ole und Jan-Peter Fischer von der Jugend-Gruppe an der Ausstellung beteiligt. Einige ihrer Tiere wurden mit sehr gut (94 und 95 Punkte) sowie hervorragend (96 Punkte) und Auszeichnung prämiert.

Über eine Woche hatten Klaus und Philipp Poppelreuter und Vereinsmitglieder im Kulturheim gewerkelt, um die Schau zu ermöglichen. Der Fußboden wurde mit Folien abgedeckt, Gestelle verschraubt und die unterschiedlich großen Käfige aufgestellt. Auch für das Drumherum wie die Katalogerstellung, Preisrichterbestellung und das Organisatorische – von der Cafeteria mit Kuchenbuffet bis zur Sicherstellung der Fütterung der Tiere – waren sie verantwortlich.

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