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Stück für Stück erobern sich die Freunde der Klosterkirche das historische Gelände zurück

Ran an die Mauer

Wittenburg. Es ist der nächste große Schritt im Versuch, das historische Gelände zu erschließen: Rechtzeitig zum Tag des offenen Denkmals ist es den Mitgliedern des Vereins „Freunde der Wittenburger Kirche“ gelungen, den größten Teil der sanierten Klostermauer – ein rund 100 Meter langes Stück – auf der Nord- sowie Ostseite der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.

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VON REINHOLD KRAUSE

Gerd Jansen, Werner Peters und der Vorsitzende des Fördervereins, Heinz Enthof, bedankten sich in ihrer Eröffnungsansprache für die vielen ehrenamtlichen Helfer, die zusammen mit einem Springer Bauunternehmen „Hervorragendes“ geleistet hätten. Jansen hob nach seinem kurzen geschichtlichen Abriss über die Klosterkirche und deren Mauer auch die vielfältige Förderung dieses Projektes durch Spenden sowie Gelder aus den unterschiedlichsten Töpfen hervor. Solch ein Kulturgut, ein Denkmal der Zeitgeschichte wie es die Klosterkirche Wittenburg darstelle, für die Nachwelt zu erhalten, „sollte allen oberstes Anliegen sein“, sagte Jansen.

Baumstumpf

trotzt 20-Tonnen-Bagger

Die Mauer stand nun im Fokus: Jansen, von Vereinschef Enthof zum „Projektleiter“ erklärt, führte die Gruppe entlang der Mauer bis zu einer Stelle, an der ein alter Baumstumpf die Arbeiten aufgehalten hatte: Volle vier Stunden trotzte das Monstrum seiner Rodung durch einen 20-Tonnen-Bagger. Jetzt steht der Stumpf an der Nordostecke der frisch sanierten Mauer – wie ein eigenes Denkmal. Das genaue Alter des Baumrestes konnte Jansen, selbst gelernter Förster, nicht bestimmen. Zu morsch sei der Stumpf, den er auf 70 bis Jahre schätzt. Beim Rundgang über die in den vergangenen Jahren bereinigte Streuobstwiese konnten die Besucher an den alten Mauerresten den Umfang der ehemaligen Kloster-Einfriedung erkennen und einen Blick ins Calenberger Land genießen. Jansen und sein Mitstreiter Peters ermunterten die Gäste, sich an den Obstbäumen zu bedienen: Die Zwetschgen wanderten direkt vom Baum in den Mund. Und die Schwärmereien über den Geschmack der Früchte nahm kaum ein Ende.

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