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Motorradfahrer prallt auf stehendes Auto – dabei hätte er das Hindernis sehen können

Rätsel um schweren Unfall auf der B 217

Völksen (zett). Was mit einem harmlosen Blechschaden begann, entwickelte sich gestern am späten Nachmittag zu einem schweren Unfall: Auf der Bundesstraße 217 in Höhe der Auffahrt Völksen verunglückte ein 40 Jahre alter Motorradfahrer aus Bodenwerder schwer, er schwebt in Lebensgefahr. Der Mann war mit großer Wucht auf einen stehenden Nissan Micra aufgefahren.

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Dabei hätte er das Hindernis eigentlich sehen müssen: Denn ein erster Unfall hatte sich schon gegen 16.30 Uhr ereignet. Der 35 Jahre alte Fahrer eines Abschleppwagens war in Völksen auf die Bundesstraße gefahren. Beim Einfädeln übersah er einen 48-Jährigen in dessen Nissan Micra. Die Fahrzeuge berührten sich und kamen zum Stehen. Die Fahrer blieben unverletzt, alarmierten die Polizei und stellten sich hinter die Leitplanke.

Routine eigentlich. Der Verkehr konnte auf der linken Spur an der Unfallstelle vorbeifahren. Das tat zunächst auch der 40-Jährige auf seinem Motorrad. Doch direkt vor dem Nissan Micra scherte er plötzlich nach rechts aus und erwischte das abgestellte Fahrzeug am linken Heck – mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Stundenkilometern, wie die Polizei zunächst schätzte. Durch den Aufprall wurde der Mann von seiner Maschine geschleudert und blieb auf der Straße liegen.

Sofort eilten Zeugen herbei, leisteten Erste Hilfe. Schnell waren die Rettungskräfte und ein Einsatzhubschrauber vor Ort. Der Motorradfahrer erlitt lebensgefährliche innere Verletzungen und wurde umgehend nach Hannover ins Krankenhaus der Medizinischen Hochschule gebracht.

Die B 217 blieb über Stunden gesperrt. Den Verkehr in Richtung Hannover konnte die Polizei über die parallel verlaufene Straße „An der Badeanstalt“ zurück auf die Bundesstraße leiten. Schlimmer erwischte es da die Lkw-Fahrer: Für sie war die Ausweichstrecke zu eng, sie mussten warten. Aber auch die Gegenrichtung musste zwischenzeitlich gesperrt werden.

Wegen der Schwere des Unfalls erschienen vor Ort auch Ermittler der Verkehrsunfallforschung aus Hannover. Sie versuchen jetzt, den Grund für den tragischen Crash zu ermitteln.



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