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Privater Investor will Kita in Eldagsen bauen

ELDAGSEN. Beim Kita-Ausbau könnte der Stadt im Einzugsbereich Eldagsen ein Befreiungsschlag gelingen: Ein privater Investor will innerhalb eines Jahres eine Alt-Immobilie umbauen und in dem Gebäude 26 Krippen- und 25 Kindergarten-Plätze schaffen.

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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Die neue Kita soll an der Nordstraße entstehen – unweit des vor wenigen Jahren abgerissenen Kindergartens Wallstraße.

Der Bauunternehmer will die Kita langfristig vermieten. Träger soll nach jetzigem Stand die Stadt sein – damit würde nach der „Roten Schule“ die zweite städtische Kita in Springe entstehen. Es wäre die erste in einem Ortsteil.

Über das Thema wird in der Sitzung des Ausschusses für Soziales, Jugend und Gleichstellung am Mittwoch, 29. August, erstmals öffentlich gesprochen. Die Stadt positioniert sich vorab deutlich: Sie bittet die Politik, dem Vertrag zuzustimmen. Im Sozialraum Eldagsen, zu dem auch Holtensen, Alferde, Boitzum und Mittelrode gehören, fehlen nach jetzigen Berechnungen 28 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren. Für die Drei- bis Sechsjährigen gibt es 36 Plätze zu wenig.

Die Fachbereichsleiterin Hanna Kahle rechnet den sogenannten „Fehlbedarf“ in ihrer Drucksache für die Politik detailliert vor und stellt klar: „Die Tendenz der Einwohnerzahlen von Kindern im Alter von null bis sechs Jahren ist in den vergangenen vier Jahren ansteigend. Es wird davon ausgegangen, dass sich diese Tendenz fortsetzt. Mindestens wird aber von einer stagnierenden Kinderzahl ausgegangen.“ Auch langfristig werden die 30 Krippen- und 118 Kindergarten-Plätze, die es im Einzugsbereich Eldagsen bislang gibt, deshalb nicht ausreichen.

Die neue Kita soll in der Nordstraße 57 entstehen; in einer früheren Arztpraxis. In dem Gebäude stehen 450 Quadratmeter zur Verfügung, die Außenfläche ist knapp 1500 Quadratmeter groß. Der Investor, der aus dem Stadtgebiet kommt, schlägt eine 25-jährige Mietzeit vor. Aus den Vorlagen geht auch hervor, dass die Stadt in der neuen Kita ausschließlich Ganztagsplätze (8 bis 16.30 Uhr) schaffen möchte: Hier ist die Nachfrage am größten.

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