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Premiere: Abba-Musical der Otto-Hahn-Schüler begeistert

SPRINGE. Acht Darsteller, 15 Tänzer und ein Chor aus 30 Schülern der Jahrgänge neun bis zwölf: Das Musical „Thank You For The Music – Die Geschichte einer schwedischen Popband“ feierte am Freitagabend in der Aula des Otto-Hahn-Gymnasiums ihre umjubelte die Premiere.

Gimme! Gimme! Gimme! Die Tänzer animieren am Ende der Show das Publikum zum mit machen. FOTO: SZABO

Autor:

PATRICIA SZABO

Das Musical unter der Leitung von Wolfhardt Kaul erzählt die Geschichte von Agnetha Fältskog (Paulina Döbbe), Björn Ulvaeus (Florian Lamp), Benny Andersson (Raphael Schütte) und Anni-Frid Lyngstad (Antonia Bulmahn), besser bekannt als die schwedische Erfolgsband Abba. Es ist ein Stück, welches die Entwicklung der Musiker jenseits der überzuckerten und unbeschwerten Popwelt schildert und enthüllt, dass Erfolg und Tragik eng verknüpft sind.

In rascher Folge verschmilzt der Mix aus Schauspiel, Gesang und originalen Bild- und Tonaufnahmen der Band zu einem homogenen Stück, welches über die gewohnten Merkmale eines klassischen Musicals hinausgeht: Es ist viel mehr eine museal wirkende, musikalische Dokumentation auf einer dreigeteilten Bühne, die unter anderem mittels der Produktpalette eines großen schwedischen Möbelherstellers ausgestattet wurde.

Im ersten Teil der Inszenierung wird die Erfolgsgeschichte von Abba erzählt, die mit dem Sieg der Gruppe beim Eurovision Song Contest in Brighton im Jahre 1974 mit „Waterloo“ beginnt. Danach ließ der Rummel nicht mehr lange auf sich warten. Aber auch Misserfolge begleiten die Band auf dem Weg zum Ruhm und die „Abba-Manie scheint zunächst vorbei zu sein, bevor sie angefangen hatte“. Der Weg nach oben wird in den Medien verhöhnt: „Was soll aus Schweden schon Gutes kommen?“, schreiben die Zeitungen und bezeichnen das Repertoire als „süßliche Schlagerliedchen“.

Nach der Pause ändert sich der Charakter der Inszenierung grundlegend: Die Ehe von Agnetha und Björn ist mit Gleichgültigkeit durchtränkt und droht zu scheitern. Es folgen ein Zusammenbruch, Scheidung und ein langsamer Zerfall der Band, die auch unter interner Konkurrenz zwischen Agnetha und Anni-Frid leidet.

Doch wie kam Kaul dazu, ein solches Projekt auf die Beine zu stellen? Es ist bereits seine vierte Musical-Produktion: „Die Idee für das Musical hatte ich schon seit etwa eineinhalb Jahren, nachdem ich eine Dokumentation über die Band im Fernsehen gesehen hatte“. Auf die Frage, ob es während der Produktion Momente gäbe, an denen das Projekt zu kippen drohte, verriet Kaul: „Es gab nicht unbedingt Situationen, in denen einer von uns alles hinwerfen wollte, aber schon oft Zweifel, ob wir es schaffen werden, das Stück auf die Bühne zu bringen.

Heute ist es geschafft! Auch die Zuschauer zeigten sich nach der Aufführung begeistert. Auch Kaul war zufrieden: „Ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben, unsere Idee zu realisieren und dass die Zuschauer sie verstanden und positiv aufgenommen haben“.

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