weather-image
21°

Preis für Grundstücke in Springe steigt moderat an

SPRINGE. Während die Immobilienpreise in Ballungsgebieten wie etwa Hannover regelrecht explodieren, steigen die Kosten für Grundstücke, Eigenheime und Co. in Springe eher moderat an.

Hier wird gebaut: An den Bähre-Höfen entsteht neuer Wohnraum in Springe, die Nachfrage ist riesig. FOTO: MISCHER
Mischer

Autor

Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Die Nachfrage nach Bauplätzen und Häusern ist aber dennoch riesig – das zeigt nicht nur der Ansturm auf neue Bauplätze, sondern auch ein Blick in die Immobilienportale.

Dort gibt es mehr als ein halbes Dutzend Luxushäuser, die für rund eine halbe Million Euro angeboten werden. Spitzenreiter ist eine Landvilla in Lüdersen mit 448 Quadratmetern Gesamtfläche, zehn Zimmern und einem Hallenbad, die für knapp eine Million Euro angeboten wird. Potenzielle Kunden gibt es offenbar genug.

Aber auch im normalen Kostenrahmen sind die Preise in Springe nicht nur stabil, sondern klettern beständig nach oben. Ein Blick auf die neuste von der Region veröffentlichte Statistik zur Entwicklung der Kosten für Baugrundstücke für Ein- bis Zweifamilienhäuser zeigt, dass die Preise in Springe pro Quadratmeter von 115 Euro im Jahr 2016 um zwei Euro auf 117 Euro im Jahr 2017 gestiegen sind. Damit liegen sie noch unter dem Durchschnittspreis in der Region, dort müssen 155 Euro pro Quadratmeter berappt werden.

Marco Herrmann vom Immobilienbüro Herrmann betont, dass die Nachfrage nach Häusern in Springe „wahnsinnig groß“ sei – nicht nur, aber auch im Luxussegment. Oftmals riefen Kunden für Immobilien jeder Preisklasse von sich aus höhere Preise auf, als vom Makler veranschlagt, um den Zuschlag zu erhalten. Seine Beobachtung ist, dass Häuser im mittleren Preissegment häufig als Kapitalanlage genutzt werden, wohingegen Luxus-Immobilien fast ausschließlich zur Selbstnutzung gekauft werden. Herrmann, der seit 20 Jahren in Springe als Makler tätig ist, geht davon aus, dass die Preise für Häuser sowie Grundstücke in der Kernstadt sowie in den Ortsteilen weiter steigen werden.

„Die Nachfrage bestimmt eindeutig den Preis“, sagt Immobilienmaklerin Ellen Meyer aus Völksen mit Blick auf Luxusobjekte auf dem heimischen Markt. Auch sie kann bestätigen, dass die Nachfrage nach Häusern in Springe sehr hoch ausfalle. „Gefragt sind aber auch die Ortsteile Bennigsen und Völksen“, berichtet sie. Das habe den einfachen Grund, dass es dort zum einen eine S-Bahn-Anbindung gebe und zum anderen auch die Infrastruktur stimme, „Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kindergärten – alles da.“ Jungen Familien sei es wichtig, nicht zwangsläufig aufs Auto angewiesen zu sein. „Eldagsen und Alvesrode sind hingegen weniger gefragt.“

Luxusimmobilien habe sie selber nicht in ihrem Portfolio, „aber Häuser in gehobener Klasse bis 500 000 Euro.“ Wann ein Haus zur Luxusimmobilie werde, hänge mit der Art des Objekts zusammen. „Dabei kommt es auf die Ausstattung an, die Größe und die Frage, ob es sich um ein Architektenhaus handelt“, sagt Meyer.

Wer in Springe Bauland erwerben wolle, müsse etwa 130 bis 140 Euro pro Quadratmeter zahlen, weiß die Expertin. Auch in Völksen und Bennigsen sind Grundstücke teuer. „110 bis 140 Euro pro Quadratmeter müssen eingeplant werden.“ Zum Vergleich: In Eldagsen sind es rund 90 Euro.

Ähnlich verhält es sich mit bereits bestehenden Einfamilienhäusern. „Wer eine gebrauchte Immobilie in Springe erwerben will, die nicht renovierungsbedürftig ist, muss etwa 250 000 Euro einplanen, die exakt gleiche Immobilie würde in Eldagsen hingegen maximal 190 000 Euro kosten“, erklärt Meyer.

Deutliche Preisunterschiede gibt es auch schon innerhalb Springes. „Wenn eine Eigentumswohnung am Berg 80 000 Euro kostet, muss man für das gleiche Objekt direkt in der Kernstadt 120 000 Euro zahlen.“ Besonders ältere Menschen hätten Probleme eine passende Immobilie zu finden. „Es gibt keine adäquaten Wohnungen für Senioren“, sagt Meyer. Meistens scheitere es schon an der Lage. „Senioren wollen am liebsten im Erdgeschoss wohnen und einen Supermarkt in unmittelbarer Nähe haben; außerdem darf es nicht zu teuer sein.“



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt