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Potato Europe vorbei: Veranstalter und Hausherr zufrieden

MITTELRODE. Donnerstagabend, 18 Uhr. Der letzte Besucher verlässt gerade das Messe-Gelände, schon rollt der erste Lkw zum Abbau an. Stunden später ist bereits die Hälfte der Stände verschwunden. Zwei Tage lang verwandelte sich das Gut Bockerode zum Treffpunkt der internationalen Kartoffelbranche.

Für zwei Tage verwandelt sich das Gut Bockerode in ein riesiges Messegelände. Foto: Swen Pförtner
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Die Veranstalter der „Potato Europe“, die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG), sind zufrieden.

Auch Gastgeber Friedrich Henkels zieht nach der zweitägigen Messe ein durchweg positives Fazit. „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung.“ Dass zum ersten Mal befestigte Wege rund um das große Zelt mit Platten angelegt worden waren, habe sich gelohnt – auch wenn es kaum Regen gab. „So wurde der Acker geschont und es haben sich keine Autos festgefahren.“ Viele Springer und Bekannte der Familie hätten in diesem Jahr die Messe besucht, sagt Henkels. Gleichzeitig bedauert er es aber, dass kaum Vertreter der Stadt oder aus der Politik vor Ort waren. „Das ist schade, immerhin war Springe das Gesprächsthema in allen Medien, die Stadt nutzt das null, aber das muss sie natürlich selbst wissen.“

Die meisten der knapp 10 000 Besucher seien zur Eröffnung am Mittwoch gekommen, sagt DLG-Sprecher Rainer Winter. Der zweite Veranstaltungstag sei immer etwas schwächer besucht. „Vielen hat sicher die Kälte etwas zugesetzt“, vermutet Winter. Dafür habe der Shuttle-Service gut geklappt. Die internationalen Messegäste konnten vom Flughafen zum Bahnhof Völksen fahren und wurden dort mit einem Shuttle auf das Gelände gefahren. „Die Infrastruktur ist sehr gut ausgebaut, auch mit dem Auto, es gab keine Klagen.“ Der Shuttle wurde vor allem eingerichtet, weil die individuelle Anfahrt mit einigen Taxi-Unternehmen offenbar schwierig sei. „Die Autos sind dann nicht sehr schnell vor Ort, und die Anbieter haben die Messe gar nicht so auf ihrem Radar.“

Auch der Staub, der wegen der lang anhaltenden Trockenheit während des Aufbaus über den Acker fegte, sei kein Problem gewesen. „Am ersten Tag hatten wir zum Glück Nordwind, sodass der Staub weg vom Zelt wehte und am Donnerstag war es feuchter, der Boden hat das Wasser sehr schnell aufgenommen.“

Neben den neuen thematischen Schwerpunkten auf alternative Krautminderungsverfahren und Öko-Kartoffeln seien die Maschinenvorführungen gut angekommen. Gezeigt wurde etwa ein Roder, der bei der Agritechnica prämiert worden war – nur konnte das Gerät natürlich nicht in der Halle fahren. „Hier konnte die Maschine also zeigen, was sie kann, davon waren viele begeistert. Das ist der Vorteil einer Freilandmesse“, so Winter.

Ein Fachbeirat aus Ausstellern und dem DLG-Vorstand wird nun entscheiden, ob die Messe in vier Jahren wieder in Bockerode stattfindet – es wäre bereits die fünfte Auflage. „Der Standort hat sich bewährt, man müsste jetzt schon deutliche Gründe finden, warum wir nicht wieder nach Bockerode kommen sollten“, ist Winter zuversichtlich. „Und es macht ja einfach richtig Spaß.“ Das bestätigt auch Henkels. „Das ist schon eine besondere Herausforderung und man ist hinterher geschafft, wenn es keinen Spaß machte, würden wir es ja nicht machen“, sagt Henkels mit einem Schmunzeln.



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