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Rumänische Kinder ziehen von Haus zu Haus / Anwohner spricht von penetranter Belästigung

Polizei warnt vor aggressiven Bettlergruppen

Springe (ric). Die Masche ist ebenso bekannt wie berüchtigt. Und dennoch gehen ihr immer wieder ahnungslose Menschen auf den Leim – weil sie helfen wollen. In der Kernstadt und den Ortsteilen sind zurzeit organisierte Bettlergruppen unterwegs, die angeblich Spenden für ihre Familie sammeln. Oft werden dafür kleine Kinder vorgeschickt – sie abzuweisen, fällt erfahrungsgemäß schwerer.


Die Polizei in Springe warnt jedoch davor, den Bettlergruppen Geld zu geben. „Schauen Sie genau hin, informieren Sie im Zweifelsfall die Polizei“, sagt Andreas Bender, Leiter des Einsatz- und Streifendienstes. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung sind Springer Beamte nach Völksen ausgerückt. Dort trafen sie einen Jugendlichen an, der mit einem Zettel von Haus zu Haus ging und um Geld bat. „Der Jugendliche war bereits polizeilich bekannt“, sagt der Hauptkommissar. Allerdings: Eine Straftat konnte ihm nicht nachgewiesen werden – Spenden zu sammeln ist grundsätzlich nicht verboten, solange die Werber keine unlauteren Methoden anwenden.

Genau das soll jedoch auch in der Kernstadt vorgefallen sein, berichtet ein NDZ-Leser aus der Friedrichstraße. „Die Kinder und Jugendlichen gehen in jeder Straße von Haus zu Haus, klingeln und halten einem dann eine laminierte Karte vor das Gesicht, sie sprechen kaum ein Wort Deutsch, betteln aber aggressiv und penetrant.“ Für ihn klingt das Ganze nach einem systematischen Vorgehen. „Ich vermute ein regelrechtes Geschäftsgebaren dahinter und dass die jungen Menschen hierzu ausgebeutet werden und unter Zwang betteln müssen.“

Hauptkommissar Bender sind vergleichbare Fälle andernorts bekannt. „Es kann sein, dass die Spendensammler in Wahrheit unbemerkt in die Wohnung eindringen wollen, während das Opfer abgelenkt wird.“ Nicht auszuschließen auch, dass beim Griff in die Geldbörse schnell noch ein paar Scheine mehr herausgezogen werden.



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