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Polizei stellt Statistik vor

SPRINGE. Die Polizei hat in Springe die Kriminalstatistik 2017 vorgestellt.

Hartmut Retzlaff (l.) und Christian Krone stellen die Kriminalstatistik vor. Foto: Helmbrecht

Der Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Springe erstreckt sich über die Kommunen Springe und Pattensen, betreut werden etwa 45000 Einwohner. Straftaten werden von der Dienststelle in Springe sowie den Polizeistationen in Bennigsen und Pattensen bearbeitet.

Vom Polizeikommissariat Springe wurden 2017 insgesamt 1774 Straftaten bearbeitet, das sind 102 mehr als im Vorjahr. Hiervon wurden 525 Straftaten in Pattensen verübt, ein Plus von 79 Straftaten, insbesondere durch erhöhte Fallzahlen beim einfachen Diebstahl und beim Betrug.

Insgesamt konnten durch das Polizeikommissariat Springe 66,35 Prozent aller Taten aufgeklärt werden. Wie in den Vorjahren liegt die Aufklärungsquote damit wieder deutlich über dem Landesdurchschnitt.

Eine zahlenmäßige Steigerung ist bei den Diebstahlsdelikten zu verzeichnen von 563 Taten im Jahr 2016 auf 618 Straftaten. Obwohl es sich bei Diebstählen, Auto-Aufbrüchen und Einbrüchen eher um aufklärungsungünstige Delikte handelt, konnte jede dritte Tat geklärt werden.

Spektakulär war eine Festnahme eines 32-jährigen Mannes im Mai nach Verfolgen auf frischer Tat, nach Aufbruch eines Autos in Springe. Dem Mann konnten zahlreiche PKW-Aufbrüche in Springe, Wennigsen und Hannover nachgewiesen werden.

Wie in den Vorjahren war die Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität ein Schwerpunktthema der Polizei und sehr personalintensives Bemühen des Polizeikommissariats. Insgesamt 110 Einbrüche (Vorjahr 77), davon 85 in Springe und 25 in Pattensen konnten nicht verhindert werden. Insbesondere Anfang des Jahres häuften sich in Springe die Wohnhauseinbrüche. Zahlreiche Sonderstreifenfahrten und verdeckte Maßnahmen führten schließlich Ende März zum Erfolg. Drei Männer konnten vom Streifendienst des Polizeikommissariats Springe auf frischer Tat bei einem Wohnhauseinbruch in Gestorf festgenommen werden. Zwei der Männer wurden in U-Haft genommen, weil sie keinen Wohnsitz in Deutschland hatten. Durch spätere Spurenauswertungen konnten ihnen insgesamt weitere 17 Taten in Springe nachgewiesen werden, zwölf in der Kernstadt, vier in Völksen und eine in Mittelrode.

Wie in den Vorjahren waren erneut mehr Betrugsdelikte zu bearbeiten, die Anzahl der Fälle stieg von 347 auf 408 Fälle.

Erhöhte Fallzahlen ergaben sich durch mehrere Serien „Betrug mit EC-Karten“ sowie „Ebay“-Betrug, die bei der Polizeistation Pattensen bearbeitet und aufgeklärt wurden. Inzwischen werden auch vermehrt Delikte mit geringerem Schaden angezeigt, wenn nach Bezahlen im Internet die Ware nicht geliefert wird. Allein der Betrug im Internet, bei dem Daten abgefangen und für unberechtigte Transaktionen genutzt wurden, stieg von 110 auf 175 Straftaten.

Aufwändige Ermittlungen waren im Jahr 2017 bei der Bekämpfung der Betäubungsmittelkriminalität erforderlich. Bei den insgesamt 88 Verfahren waren 19 Verfahren (Vorjahr acht) wegen unerlaubtem Handeln mit Betäubungsmitteln, vorwiegend mit Marihuana, zu bearbeiten. Wie in den Vorjahren spielen harte Drogen wie Heroin oder Kokain in Springe keine Rolle.

Bei der Straßenkriminalität, hierunter werden alle Delikte im öffentlichen Bereich erfasst, also insbesondere Sachbeschädigungen, Raub- und Körperverletzungen, sowie Fahrraddiebstähle wurden weder in Pattensen noch in Springe wesentliche Veränderungen festgestellt. Kriminalitätsbrennpunkte existieren nicht.

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