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Polizei Springe stellt Kriminalstatistik vor

SPRINGE. Springe wird sicherer: Laut Kriminalstatistik für das Jahr 2018, die die Polizei am Mittwoch vorgestellt hat, ist die Zahl der Straftaten erkennbar zurückgegangen.

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Im Bereich des Polizeikommissariats Springe, das auch für Bennigsen und und Pattensen zuständig ist, ereigneten sich im vergangenen Jahr 1589 Straftaten. Das sind 185 Taten weniger als 2017. Der Rückgang zieht sich durch alle Bereiche, lediglich bei den schweren Körperverletzungen und beim Fahrraddiebstahl gab es mehr Fälle.

Polizeichef Christian Krone ist besonders stolz über die Aufklärungsquote, die er und seine Kollegen im vergangenen Jahr erreicht haben. Anhand ihrer lässt sich ablesen, wie viele der Taten, die sich ereignet haben, aufgeklärt werden konnten – das heißt, dass der oder die Täter ermittelt werden konnten. Diese Quote liegt mit 67,28 Prozent gut einem Prozent über der aus dem Vorjahr.

Allerdings räumt Krone auch ein, dass ein Teil des Rückgangs dadurch erklärbar ist, dass jene Taten, die kaum oder nur schlechte Chancen auf Aufklärung haben, 2018 zurückgegangen sind. Das sind etwa Diebstähle und Betrugsfälle. Das lässt natürlich auch die Gesamtbilanz besser aussehen. Dennoch: Auch mit Blick auf die landesweite Quote steht Springe gut da: Niedersachsenweit werden 62,3 Prozent der Verbrechen aufgeklärt. Fünf Prozent weniger als in Springe. Und sogar bei den Diebstählen steht Springe mit einer Aufklärungsquote von 40 Prozent überdurchschnittlich da.

Gesunken ist die Zahl der Wohnungseinbrüche im Jahr 2018. „Wir hatten das ganze Jahr über eine sehr positive Tendenz – allerdings gab es dann Ende November eine auffällige Häufung“, erläutert Krone einen leichten Knick nach oben zu Beginn der dunklen Jahreszeit. Trotz dieser Häufung fällt die Jahresbilanz geringer aus als 2017: 51 Einbrüche registrierten die Ermittler im vergangenen Jahr, 2017 waren es 85 Wohnungseinbrüche. Mitgerechnet werden übrigens auch versuchte Einbrüche. „Die werden meist erkannt, weil es Schäden an Türen oder Fenstern gibt“, sagt Krone.

Bemerkenswert ist, dass die 20 Fälle im November 2018, die zu einem unverhältnismäßigen Anstieg der Zahlen geführt hatten, bislang nicht aufgeklärt werden konnten.

Zurückgegangen ist auch die Zahl der Betrugsdelikte: Von 408 Fällen im Jahr 2017 auf 337 Taten im Jahr 2018. In dem Zusammenhang lobt Krone die Sensibilität der Springer. Gerade im Bereich der Trickdiebstähle, des Enkeltricks und des Betrugs durch falsche Polizisten vermutet Krone, dass die Springer sehr sensibilisiert sind – und Ganoven hätten in Springe in den letzten Jahren keinen Erfolg gehabt, betont Krone. Versuche hätte es aber zahlreiche gegeben.

„Die Anrufe kommen meist in Intervallen – und wir erfahren davon, weil viele Bürger bei uns anrufen und uns informieren, dass sie jemand betrügen wollte.“ Manche fragten auch nach, ob der vermeintliche Polizeibeamte tatsächlich in Springe arbeitet. Krone: „Wir haben in dem Bereich auch viel Aufklärungsarbeit geleistet.“

Einen leichten Anstieg gibt es bei den Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz. Hier kam es zu 101 Verfahren, 88 waren es im Vorjahr. Krone stellt aber klar, dass es in Springe keine Drogenszene gebe, die Kriminalität in dem Bereich beschränke sich in der Regel auf den Handel, den Besitz oder Konsum von Cannabis. Auch bei der Straßenkriminalität, das sind etwa Sachbeschädigungen oder Körperverletzungen, gäbe es keine nennenswerte Probleme, Brennpunkte oder gar No-go-Areas gebe es nicht.



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