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Grundsätzliche Zustimmung für Brückenneubau zwischen Eldagsen und Mittelrode

Politik zweifelt an hohen Kosten

Eldagsen/Mittelrode (mf). Die wegen Einsturzgefahr gesperrte Brücke an der Gemeindestraße zwischen Eldagsen und Mittelrode soll durch einen Neubau ersetzt werden. Eine entsprechende Lösung zeichnet sich im Vorfeld der nächsten Sitzung des Tiefbauausschusses ab.

Die Brücke zwischen Mittelrode und Eldagsen ist für Autofahrer seit Monaten gesperrt. Foto: col

Man werde wohl in den sauren Apfel beißen müssen, heißt es unisono in den Fraktionen von CDU und SPD, die das Thema beide am Montagabend beraten haben. Die alternative Reparatur ist offenbar vom Tisch. Sie würde nach Berechnungen eines Ingenieurbüros 297 000 Euro kosten – zuzüglich 50 000 Euro Planungskosten, hat die Stadtverwaltung errechnen lassen. Damit wäre sie praktisch genau so teuer wie ein Neubau. „Mit dem großen Unterschied, dass wir bei einer Reparatur keine Gewährleistungsfrist hätten“, wie Bau-Fachbereichsleiter Hermann Aden klarstellt.

Für Friedrich Woltmann (CDU) wäre eine Sanierung daher „das noch schlimmere Übel“. Ihm sei allerdings schleierhaft, weshalb der grundsätzlich wünschenswerte Neubau derart teuer sein soll. „Für 350 000 Euro kann man mehr Beton verbauen, als da eigentlich Platz ist“, moniert der Unions-Bürgermeisterkandidat. Die Stadtverwaltung müsse erklären, weshalb es angeblich nicht billiger geht.

Das sieht auch Bernd-Georg Höfer (SPD) so. „Da muss sich ja niemand ein Denkmal für die Ewigkeit bauen.“ Seine Fraktion wolle deshalb hinterfragen, ob die Stadt wirklich die preiswerteste Lösung präsentiert habe.

Kritisch steht die SPD auch Adens Vorschlag gegenüber, den Brückenbau durch eine Verschiebung der Kanalsanierung in Bennigsen zu finanzieren. Betroffen wären Anlieger des Bereichs Bahnhof/Dahlienweg/Fliederweg. „Wir glauben nicht, dass es rechtlich zulässig ist, Geld aus einer gebührenfinanzierten Maßnahme für einen anderen Zweck abzuzweigen“, macht Höfer deutlich.

Trotz aller Bedenken: Die Option, gänzlich auf eine Wiederherstellung der maroden Brücke zu verzichten und diese dauerhaft für den motorisierten Verkehr zu sperren, kommt weder für SPD noch CDU infrage. „Wir sprechen über eine uralte Verbindung beider Ortsteile – die kann man nicht einfach so kappen“, sagt Woltmann. „Mittelrode gehört zu Eldagsen“, meint auch Höfer.

Die Stadt wolle keinesfalls eine Luxusbrücke errichten, weist Bauchef Aden die Kritik an den hohen Kosten zurück. Im Gegenteil: „Wir haben schon die günstigste Variante gewählt.“ Es sei aber sehr aufwändig und teuer, die Brücke im Wasser einzuschlämmen.



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