weather-image
10°

Politik stimmt für die Einführung einer Kastrationspflicht

SPRINGE. Monatelang wurde die Einführung einer Katzenschutzverordnung diskutiert. Mittwochabend gab der Ordnungsausschuss grünes Licht: Die Entscheidung fiel bei drei Ja-Stimmen, zwei Gegenstimmen und zwei Enthaltungen allerdings knapp aus.

Die Stadt will gegen herrenlose Katzen vorgehen. Der Ordnungsausschuss hat sich jetzt für die Einführung einer Katzenschutzverordnung ausgesprochen. Foto: Julian Stratenschulte/dpa
saskia

Autor

Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Thomas Hüper-Maus (Grüne) sowie René Bennecke und Klaus Klingenberg (beide SPD) konnten sich am Ende durchsetzen. Hüper-Maus betonte während der Sitzung mehrfach die Notwendigkeit der Einführung einer Katzenschutzverordnung, die Besitzern von Freigängertieren vorschreibt, die Katzen zu kastrieren und zu registrieren. Die CDU sieht die Vorschrift nach wie vor kritisch. „Wir haben uns bei Tierschützern und Tierärzten erkundigt, und festgestellt: Es gibt wirklich ein Problem mit freilaufenden und besitzloser Katzen“, stellte Hüper-Maus noch einmal klar.

Der für die Verwaltung entstehende Mehraufwand solle über bereits vorhandenes Personal realisiert werden. Zusätzliche Mitarbeiter sollten nicht eingestellt werden, um weitere Kosten zu vermeiden, entschied der Ausschuss in seiner Sitzung im März.

Mit der Einführung der Verordnung verpflichtet sich die Stadt aber gleichzeitig, die Kosten für die Kastration und Versorgung der Tiere zu übernehmen – und dafür muss der Rat Haushaltsmittel bereit stellen.

„Wenn wir die Verordnung nicht erlassen, wäre das für die Frauen, die sich jetzt in Springe darum kümmern und die Kosten selbst übernehmen, ein Schuss vor den Bug. Das ist eine öffentliche Aufgabe, die man nicht auf die Bürger verlagern sollte“, mahnte Hüper-Maus. Allein mit der Einführung könne schon einiges bewirkt werden, ohne dass die Stadt tätig werden muss, hofft Hüper-Maus. Eine Mustersatzung hat die Verwaltung dem Ausschuss am Mittwoch bereits präsentieren können.

In zwei Jahren soll die Verwaltung das Vorhaben prüfen, um dann über eine mögliche Verlängerung der Verordnung entscheiden zu können.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt