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Politik soll neuen Bebauungsplan für die Schille absegnen

BENNIGSEN. Es war der 17. Mai 2001. Knapp vier Monate, bis die Anschläge vom 11. September die Welt verändern. In Springe heißt der Bürgermeister noch Gerd Schwieger.

Blick über das künftige Baugebiet in Richtung Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße. FOTO: brinkmann-thies
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Da beschließt der Verwaltungsausschuss den Bebauungsplan Nr. 34 – „Zur Schille“. Einige Jahre, Änderungen und Rechtsstreitigkeiten mit dem Träger, später platzte das Vorhaben im Jahr 2007. Jetzt soll es endlich klappen.

Am Dienstag soll zunächst der Planungsausschuss einen neuen Bebauungsplan absegnen – am 24. Januar ist dann der Verwaltungsausschuss dran. Konkret geht es um ein von der Straße „Zur Schille“ im Westen und der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße im Süden begrenztes Feld. Im Norden endet die Bebauungsfläche an einem Feldweg in Höhe der Ahornstraße. Ein Teil im Süden des Geländes diente lange als Spielstätte des inzwischen aufgelösten Baseball-Bundesligisten Bennigsen
Beavers.

Als neuer Träger soll, wie berichtet, die Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG) auftreten. Sie plant auf einer 7,5 Hektar großen Fläche nicht mehr den reinen Wohnstandort als klassisches Neubaugebiet, den ein anderer Investor vor 17 Jahren schaffen wollte. Stattdessen sollen neben Reihenhäusern sowie Ein- und Zweifamilienhäusern auch Mietwohnungen entstehen.

Dazu kommt ein Seniorenpflegeheim – und eine Kindertagesstätte. Diese Pläne passen zu dem Vorhaben von Stadt und Politik, neue Wohngebiete nur noch Hand in Hand mit der nötigen Infrastruktur zu erschließen. Die HRG hatte im Sommer bereits Bodenuntersuchungen auf dem Gelände durchführen lassen (wir berichteten).

Genau diese Infrastruktur bleibt aber ein Knackpunkt: Denn das Kanalnetz in Bennigsen ist notorisch veraltet beziehungsweise unterdimensioniert; immer wieder kam und kommt es zu Hochwasserproblemen. „Eine Siedlungserweiterung ist nur in Abhängigkeit von der durch Kanaltrennung (Umbau der Kanalisation vom Misch- zum Trennsystem) frei gewordenen Kapazität möglich“, heißt es in einer Erklärung der Stadt.

Bei der Planung müsse man sicherstellen, dass dieser Umstand berücksichtigt werde.

Der Planungsausschuss des Rats trifft sich am Dienstag um 18 Uhr in der Aula der Grundschule, Hinter der Burg zu seiner ersten öffentlichen Sitzung. Der Verwaltungsausschuss tagt danach am Donnerstag, 24. Januar, nichtöffentlich.



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