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Planspiel: Wie der Nachwuchs Politik simuliert

SPRINGE. Fahren in Springe bald nur noch Hybridbusse? Das forderten jetzt Schüler der Heinrich-Göbel-Realschule in einer Sitzung des Wissenschaftsparlaments. In dem Planspiel „Pimp My Energy“ konnten die 52 Jugendlichen in die Rolle von Kommunalpolitikern schlüpfen, Anträge stellen und Beschlüsse fassen.

Bewilligen oder ablehnen? Gespannt hören sich die Jugendlichen die Anträge der Gruppen an – und stellen auch die ein oder andere kritische Nachfrage. Foto: Helmbrecht
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

SPRINGE. Fahren in Springe bald nur noch Hybridbusse? Das forderten gestern Schüler der Heinrich-Göbel-Realschule in einer Sitzung des Wissenschaftsparlaments. In dem Planspiel „Pimp My Energy“ konnten die 52 Jugendlichen in die Rolle von Kommunalpolitikern schlüpfen, Anträge stellen und Beschlüsse fassen zu Themen wie Klimaschutz und Energiewende.

Geleitet wurde die Sitzung vom echten Ratsvorsitzenden Volker Gniesmer, an seiner Seite saß Bürgermeister Christian Springfeld. Zwei Tage hatten sich die Neuntklässler intensiv auf ihre Sitzung vorbereitet. Die Springer Ratsmitglieder Axel Seng, Klaus Nagel, Heinrich Freimann, Wilfred Nikolay und Bastian Reinhardt standen den Schülern mit Ratschlägen zur Seite.

Das Planspiel des Vereins „Politik zum Anfassen“in Kooperation mit der Klimaschutzagentur der Region Hannover feierte in Springe seine Premiere. „Am ersten Tag haben sich Gruppen zu den Themen Innovation, Kommune, Energiewende, Vermittlung und räumliche Planung gebildet“, sagt Antoinette Rappo von „Politik zum Anfassen“.

20 Anträge haben die Schüler dem Rat als Drucksache vorgelegt. Darin fordern die Schüler neben Hybridbussen auch mehr Kreisel statt Ampeln, um Strom zu sparen. Neben der Umrüstung der Straßenlaternen auf LED-Beleuchtung wollen die Jugendlichen auch neue Lüftungsanlagen für die Schule anschaffen. Gleichzeitig sollen die heimischen Geschäfte dazu angeregt werden, auf Plastiktüten zu verzichten.

Um ihre Themen zu vermitteln, haben sich die Schüler die Nutzung von Handyprogrammen überlegt – und das Smartphone-Spiel „Clash of Klima“: In dem Spiel sollen Atomkraftwerke bekämpft und durch Windräder ersetzt werden. Das Team „Innovation“ schlug Solarbänke mit Handyladestationen vor, während sich das Team „Räumliche Planung“ für ein Freibad am Hallenbad einsetzte.

Schnell kamen Diskussionen auf, die Entscheidungen am Ende waren knapp. „In dem Projekt erschließen sich die Teilnehmer die Themen selbst, die sonst in ihrem Alltag vielleicht weit weg sind“, sagt Rappo. Nach der zweistündigen Sitzung wurde den großen Politikern das Protokoll der Sitzung überreicht. „Wir haben aus ähnlichen Planspielen die Erfahrung gemacht, dass die Politik die Vorschläge ernst nimmt und manche Ideen auch zu einem späteren Zeitpunkt im Rat diskutiert werden“, sagt Rappo. Nicht nur die Jugendlichen würden vor Aktion profitieren. „Auch die Politik hat einmal die Chance, die Meinung von Jüngeren zu hören.“



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