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Planer stellen Altenwohnen an der Wallstraße in Eldagsen vor

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Mischer

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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

Hans-Ulrich Weber ist gebürtiger Eldagser, der nach seiner Pensionierung wieder zurück in die Heimat gezogen ist. Dort möchte sich der gelernte Ingenieur, der lange als Pädagoge an einer Waldorf-Schule unterrichtet hat, dafür engagieren, dass Eldagsen eine Einrichtung für Seniorenbetreuung und selbstbestimmtes Wohnen im Alter bekommt. Dabei soll einiges anders werden als üblich. Unter anderem sollen Profit-Interessen nicht im Vordergrund stehen, bekräftigt Weber.

„Das ist ein direktes Ergebnis unserer Zukunftswerkstatt im Rahmen der Stadtsanierung“, sagt Vize-Ortsbürgermeister Karl-Heinrich Rohlf. Dort hatte Weber die Idee zu dem Projekt entwickelt. Er berichtet von einer positiven Resonanz. Und auch der Ortsrat ist von der Idee begeistert. „Wir unterstützen das Anliegen – so weit es uns möglich ist“, so Rohlf.

Worum geht es? Auf der Fläche zwischen Wallstraße und Nordstraße – wo früher der Kindergarten stand – soll unter dem Arbeitstitel „Wallstraßenhof“ ein Wohnprojekt entstehen, in dem die Senioren leben, nach Bedarf, betreut werden können und dessen Bau sie im Idealfall selbst mitplanen dürfen. Zudem würden sie sich an der Finanzierung beteiligen – als Genossenschaftsprojekt oder Mieterbaugemeinschaft.

So zumindest die Idealvorstellung von Weber. Mit dem Architekten Peter Holzki hat er einen Planer gefunden, der bereits erste Entwürfe gemacht hat. Gebaut werden soll eingeschossig ohne Treppen – und in organischer Bauweise: Die alten Bäume sollen stehen bleiben, stattdessen schlängeln sich die Häuser gleichsam um die Pflanzen. Auf die Weise entstehen 13 individuell gestaltete Wohnungen. Holzski: „Wir vermeiden den rechten Winkel und auf die Weise erhöhen wir die Qualität der Räume“, sagt Holzski. Parallel zu den Wohnkomplexen soll eine Tagespflege mit 15 Plätzen gebaut werden, deren Angebot von Bewohnern und Externen genutzt werden kann.

Harald Nickel, der die Leitung der Tagespflege übernehmen möchte, ist begeistert von dem Ansatz: „In großen Häusern sind alle Zimmer gleich – da werden früher oder später die Bewohner gleich behandelt. Es schleicht sich ein standardisierter Ablauf ein.“ Das Risiko werde durch zugeschnittene Wohnungen geringer, ist er überzeugt. Konkrete Kosten-Kalkulationen gibt es nicht. Die sollen im Idealfall gemeinsam mit den Eldagsern entwickelt werden.



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