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Pläne für Sparkassen-Hochhaus vorgestellt

SPRINGE. Nach jahrelanger Hängepartie zeichnet sich eine Lösung für das marode und leer stehende Sparkassen-Gebäude an der Bahnhofstraße ab. Wir stellen die Pläne vor.

Das Sparkassenhochhaus an der Bahnhofstraße. Foto: Scheffler
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Investor Stefan Rehse bestätigte der Neuen Deister-Zeitung am Mittwoch, er wolle als neuer Eigentümer einen Millionenbetrag in das Gebäude investieren. Entstehen sollen im unteren Teil Büros und Arztpraxen – im oberen Teil Mietwohnungen.

Zuvor hatte Rehse ein umfangreiches Gutachten in Auftrag gegeben, um die Zukunft des Gebäudes auszuloten. Ergebnis: Eine Sanierung lohne sich durchaus.

Genau die soll möglichst schon in den nächsten Tagen starten – zumindest im Innenbereich: Nicht nur die Räume selbst werden dann generalüberholt, sondern auch alle Installationen wie Gas, Strom und Wasser. Parallel bereitet Rehse auch die Sanierung der Fassade vor: Sie soll – entsprechende Genehmigungen vorausgesetzt – komplett im neuen Glanz erstrahlen. Details will der Unternehmer später vorstellen.

Das Mehrfamilienhaus hinter dem Sparkassen-Gebäude soll saniert werden. Foto: Scheffler
  • Das Mehrfamilienhaus hinter dem Sparkassen-Gebäude soll saniert werden. Foto: Scheffler
Die alten Hinweisschilder zeigen es noch: Reichlich Arztpraxen gab es in dem Haus schon früher. Foto: Scheffler
  • Die alten Hinweisschilder zeigen es noch: Reichlich Arztpraxen gab es in dem Haus schon früher. Foto: Scheffler

Rehse ist Geschäftsführer der Rehse-Gruppe aus Bad Pyrmont, die in mehreren Landkreisen in der Umgebung Therapie-, Pflege- und Senioreneinrichtungen betreibt. Auch in Springe ist das Unternehmen aktiv: Im Auftrag der Stadt kümmern sich die Mitarbeiter um die Flüchtlingsunterkünfte an der Hindenburgstraße und an der Friedrich-Bähre-Straße.

Rehse hatte das Gebäude vor einiger Zeit vom Hannoveraner Immobilienentwickler Gregor Baum gekauft (wir berichteten), der es wiederum von der Sparkasse Hannover als langjährigem Eigentümer übernommen hatte. Die Sparkasse war im vergangenen Jahr aus der Filiale im Erdgeschoss ausgezogen – und hatte zuvor auch nach und nach den letzten Mietern (überwiegend Ärzte) gekündigt, um selbst die Substanz des Gebäudes und mögliche Nachnutzungen zu prüfen.

Zu dem Komplex gehören auch ein benachbartes Mehrfamilienhaus am Grünen Brink sowie das historische Sparkassengebäude direkt nebenan in der Bahnhofstraße. Beide sollen laut Rehse nach entsprechender Sanierung weiterhin für Wohnen und Büronutzung zur Verfügung stehen.

Mit den geplanten Mietwohnungen im oberen Teil des Gebäudes setzt Rehse auch einen Kontrast zu den zahlreichen Eigentumswohnungs-Neubauten, die momentan am Kalkwerk und am Oberntor entstehen.

Ein besonderes Schmuckstück plant der Investor in der obersten Etage des Hochhauses: Den einstigen Konferenzraum der Sparkasse will Rehse als Veranstaltungs -und Besprechungsraum mit besonderem Blick über die Stadt vermieten.

Besondere Freude dürften Rehses Pläne aber auch im Rathaus und bei Teilen der Politik auslösen: Denn die in den unteren Etagen geplanten Arztpraxen sollen dem Unternehmer zufolge auch in das Konzept „Gesundheitshaus“ eingebunden werden, das im von Bürgermeister Christian Springfeld initiierten „Gesundheitsforum“ besprochen worden war. Dabei hatten sich Vertreter von Ärzten, Apothekern, Region, Politik, Pflegediensten oder Therapiezentren getroffen, um über den Gesundheitsstandort Springe zu sprechen – vor allem unter dem Aspekt des drohenden Aus für die Notfallambulanz im früheren Krankenhaus.

Optimistisch für sein Vorhaben stimmt Rehse aber auch die bisherige Zusammenarbeit mit Stadt und Politik: „Das klappt wirklich toll und kooperativ und hat uns ermutigt, uns dieses Projekts anzunehmen.“



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