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Auftragseinbruch durch Frühjahrsloch und Wirtschaftskrise / Ab Sommer soll es wieder aufwärts gehen

Philips: Kurzarbeit für Fabrik-Beschäftigte

Springe (mf). Im Springer Philips-Werk herrscht seit Beginn dieser Woche Kurzarbeit. Betroffen sind davon derzeit rund 90 Mitarbeiter, wie Betriebsratsvorsitzender Joachim Kasper auf NDZ-Anfrage mitteilte.


Das seien weniger als die Hälfte der bei der Sparte Philips Technologie insgesamt Beschäftigten. Vor allem im Bereich Konstruktion, Management und Marketing werde weiter voll gearbeitet. „Das sind die Kollegen, die neue Aufträge hereinholen sollen“, erläutert Kasper. Nach seinen Angaben wurde die Kurzarbeit für einen Zeitraum von sechs Monaten beantragt. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass es ab Sommer wieder brummt.“

Grund für die Kurzarbeit sind nach Aussage des Betriebsratschefs fehlende Aufträge. Im umsatzschwachen Frühjahr sei dies für Philips nicht ungewöhnlich – die Auslastung sei generell in der zweiten Jahreshälfte deutlich besser. So würden viele Straßenbauarbeiten im Herbst abgeschlossen, was dann zu einer erhöhten Nachfrage nach Laternen führe. „Doch diesmal kommt die Wirtschaftskrise noch hinzu, deren Folgen auch wir spüren“, sagt Kasper. Die Einführung von Kurzarbeit sei unvermeidbar gewesen, nachdem die Mitarbeiter zunächst noch Gleitzeitkonten ausgeglichen und Resturlaub genommen hätten. Nicht betroffen von der Kurzarbeit sind die Beschäftigten der Vertriebssparte (Philips Lighting). Dort hat man ganz andere Sorgen: Der Geschäftsbereich soll komplett von Springe nach Hamburg verlagert werden (NDZ berichtete). Für die Arbeitnehmerseite ist das letzte Wort allerdings noch nicht gesprochen – Betriebsrat und Geschäftsführung stehen noch immer in Verhandlungen.

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