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Pferdehalter haben Sorge um den eigenen Ruf

GESTORF. Ihre vier Pferde hält Elke Meyer in Offenstallhaltung. „Das ist das Beste, was man machen kann“, sagt die Gestorferin: Die Tiere hätten einen Außenplatz zur freien Bewegung. Und wenn es regnet, könnten sie sich unter einen Witterungsschutz stellen, sagt Meyer.

Streicheleinheiten für die Pferde: Ansgar Nieweg mit den Trakehnern und dem Mini-Shetty auf dem Hof, auf dem er mit seiner Lebensgefährtin Elke Meyer lebt. FOTO: BRINKMANN-THIES

Autor:

ANNE BRINKMANN-THIES

Warum ist es ihr so wichtig, das klarzustellen? Weil ein Nachbar das anders sah: Er hatte die Gestorferin im vergangenen Jahr gleich zweimal bei der Region gemeldet; sie bekam Besuch von Amtstierärzten. Beschwert hatte sich der Mann beim Veterinäramt der Region Hannover – weil die Tiere seiner Ansicht nach nicht artgerecht gehalten würden. Die Veterinäre jedoch hatten nichts zu beanstanden.

Jetzt gab es vor dem Springer Amtsgericht im Nachgang zu der Auseinandersetzung sogar einen Prozess wegen falscher Verdächtigung (wir berichteten): Dabei wurde der Nachbar ebenfalls freigesprochen.

Meyer aber möchte dem Vorwurf, ihre Tiere nicht gut zu behandeln, dennoch einmal deutlich entgegentreten: Sie fürchtet um ihren Ruf. Seit 40 Jahren hat die Gestorferin Erfahrung mit Pferden. Einige ihrer Tiere habe sie aus sehr schlechten Haltungsbedingungen retten können, um ihnen jetzt ein gutes Leben zu bieten.

Die beiden Trakehner, ein Deutsches Reitpony und ein Mini-Shetty, haben nicht nur den Sandplatz als Auslauf, von Mai bis Oktober gingen sie zudem auch auf eine Weide. Lediglich eines der vier Tiere müsse wegen Erkrankungen dem frischen Gras meist fernbleiben, berichtet Meyer. „Meine Pferde werden longiert und geritten“, sagt die Gestorferin. Denn auch, ob die Tiere ausreichend Bewegung haben, hatte der Nachbar infrage gestellt. Meyer aber ist sich sicher, ihre Tiere artgerecht zu halten. Auch ihre Nachbarn, Daniela und Peter Nold, können über die Tierhaltung von Meyer und Nieweg nur Positives berichten: Auf dem Hof lebten neben den Pferden auch noch ein Hund und einige Gänse.

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