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Petri-Pauli-Gemeinde: Hausmeister der heiligen Halle

BAD MÜNDER. Wenn die Kirchenglocken läuten, hat Markus Bohne schon seinen Platz auf der letzten Sitzbank eingenommen. Vom Altar gesehen aus hinten rechts, dort wo er das Licht steuern kann. Es ist der Arbeitsplatz von ihm und seiner Frau Jutta, die seit zehn Jahren die Küster der Petri-Pauli-Gemeinde sind.

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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

„Vor zehn Jahren mussten wir gleich das komplette Osterprogramm absolvieren. Da waren wir reichlich nervös“, erinnert sich Markus Bohne. Denn Küster sein bedeutet mehr als nur die Kirche aufschließen, Kerzen anzünden und die Nummern für die Lieder im Gottesdienst an die Wände zu bringen. „Vor allem in den vergangenen Jahren ist einiges dazu gekommen“, berichtet Markus Bohne, „auch mehr Arbeit“, ergänzt seine Ehefrau, die vor allem unter der Woche die Arbeiten in und um die Kirche erledigt.

Vor allem bei neuen Gottesdienstformen, in denen mit Theater, Musik und Filmen gearbeitet wird, sei oft mehr in der Kirche zu erledigen als bei dem üblichen Sonntagsgottesdienst. „Vieles auch auf Zuruf“, weiß Jutta Bohne. Hinzu kommt, dass in der Petri-Pauli-Gemeinde regelmäßig auch nachmittags um fünf Gottesdienst gefeiert wird – davon hängen auch die Arbeitszeiten von Bohnes ab.

Ihre Heimatgemeinde ist Nettelrede, dort ist Markus Bohne auch Mitglied des Kirchenvorstands. Aus religiöser Sicht ist ihm die Teilnahme am Abendmahl sehr wichtig: „Das ist immer sehr würdevoll, sehr schön“, sagt er, der hauptberuflich als IT-Berater in Hannover arbeitet.

Während Bohnes zehn Jahre als Küster quasi die Hausmeister in der Petri-Pauli-Kirche waren, begleiteten sie auch ihre Kinder Erik und Tara zur Konfirmation. Erik feierte seine Konfirmation als Bohnes ihren Dienst antraten, Tara wurde vor drei Jahren konfirmiert.

Bei den Ostergottesdiensten vor zehn Jahren ging übrigens nichts schief. Kurios hingegen war eine Hochzeit vor einigen Jahren, erinnert sich Markus Bohne: „Die Hochzeitsgesellschaft hatte sich eigenmächtig schon eine Stunde früher verabredet. Davon wusste aber niemand etwas.“ Gefeiert wurde dann mit einer halben Stunde Verspätung – weil auch der Organist sich eine andere Uhrzeit notiert hatte.

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