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Parken: Stadt zieht nach mehreren Neuregelungen Bilanz

SPRINGE. Parken in der Kernstadt – ein Dauerbrenner-Thema. Nach diversen Nachbesserungen und Rückziehern zieht die Stadt jetzt eine positive Bilanz. Ein Überblick.

Kein einziger freier Platz: Um die Mittagszeit an den Berufsbildenden Schulen sind die Parkflächen heiß begehrt. Viele Schüler weichen deshalb bereits auf Nebenstraßen und den Museumshof aus. Foto: Mischer
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Seit rund einem Jahr gilt an der Burgstraße wieder ein Zwei-Stunden-Limit – nach massiver Gegenwehr von Anwohnern und Politik. Die Stadt hatte die Begrenzungs-Schilder in diesem Bereich abhängen lassen – doch daraufhin hagelte es Beschwerden und die Parkbeschränkung wurde wieder eingeführt. Eine richtige Entscheidung, sagt der städtische Fachbereichsleiter Clemens Gebauer. „Mit dieser Regelung scheinen wir eine Lösung gefunden zu haben, die die meisten akzeptieren.

Einen guten Weg für alle zu finden, sei da nicht immer so leicht. Während sich die Einzelhändler Kurzzeitparker wünschen, fordern andere Gewerbetreibende wiederum, dass ihre Mitarbeiter länger in der Innenstadt parken dürfen. „Es ist ein fast unlösbares Problem und eine Gemengelage von Interessen. Was wir auch als Stadt machen, es ist falsch“, beschreibt Gebauer das Problem.

Im April sorgte der Parkplatzmangel an der Burgstraße bereits für Ärger. Mehrfach wurde kritisiert, dass die Kontrollen das Einkaufen in der Stadt unattraktiv machen. Auch zahlreiche Geschäftsleute bezogen Stellung und betonten, wie knapp die Parkplätze – gerade an Wochenmarkttagen – sind.

Ein weiteres Problem ist nach wie vor der Bereich an den Berufsbildenden Schulen. Offenbar nutzen immer mehr Schüler ihre Autos, statt mit dem Zug anzureisen. So werden Nebenstraßen, aber auch der benachbarte Burghof zugeparkt „Es ist ganz klar eine Belastung – nur wie sollen wir das lösen?“, fragt Gebauer. An der Schule werde bereits ein großer Parkplatz vorgehalten. Vor knapp einem Jahr hatte die Stadt außerdem das Parken im Bereich der Feuerwehr, hinter der Polizei, komplett verboten. „Da gab es echte Probleme und wildes Parken, da mussten wir die Situation dringend entschärfen und auch diese Entscheidung war richtig“, so Gebauer.

Auf dem Parkplatz neben dem Museumshof vor dem Rathaus hatte die Stadt ebenfalls eine zeitliche Begrenzung festgelegt. „Die erste Reihe ist für Menschen gedacht, die schnell etwas im Rathaus erledigen müssen. Die Neuregelung hat sich bewährt, es gab keine Beschwerden und viel Akzeptanz“, zieht Gebauer Bilanz.

Auch an verstärkten Kontrollen hält die Stadt fest. „Wenn wir Beschränkungen einführen, müssen wir sie auch kontrollieren. Sonst wäre das ein zahnloser Tiger“, sagt Gebauer.

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