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O’zapft is in Springe – im zweiten Anlauf

SPRINGE. Drei schnelle Hammerschläge von Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich – danach sollte das Bier beim Bockbieranstich fließen. Dass es beim Auftakt des Maibaumfests einen zweiten Anlauf braucht, ärgert zwar Friedrich, trübt aber die gute Stimmung auf dem Springer Marktplatz nicht.

Drei Hammerschläge von Ortsbürgermeister Karl-Heinz Friedrich braucht es, dann fließt das Bockbier. Foto: Brinkmann-Thies

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Anne Brinkmann-Thies Reporterin

Ein Wirt habe ihm im letzten Winterurlaub genau dieses Rezept mit den drei raschen gezielten Schlägen empfohlen, erzählt Friedrich lachend. Und auch im Internet hatte sich der Ortsbürgermeister die Prozedur noch einmal genau angeschaut. Schließlich hatte er schon im vorigen Jahr Anlaufschwierigkeiten.

Ganz geklappt hat es trotzdem auch dieses Mal nicht. „Heute habe ich offenbar zu fest zugeschlagen“, kommentierte Friedrich, um anschließend mit Dirk Berneisen, dem Vorsitzenden des Maibaumvereins, und Peter Böttcher, Chef des Springer Jagdklubs, auf ein gelungenes Maibaumfest – und zugleich das Bürgerkönigsschießen, den „Tag der Vereine“ und den Deistertag anzustoßen.

Für die gute Stimmung zum Bockbieranstich sorgte auch das Spielmann- und Hörnerkorps Springe, das gerade seinen 66. Geburtstag feiert. Und einen ganz besonderen Gast begrüßen konnte: Dudelsackspieler James Reid aus London, der mit anderen Mitgliedern der „Green Hackle Pipe“-Band an den Deister gekommen ist, sorgte auf dem Marktplatz für Aha-Effekte. Seinem Instrument entlockte er nicht nur traditionelle britisch anmutende Melodien, sondern auch lodernde Flammen. Ein Drache sei er aber nicht, sagte er später. Sein Geheimnis: Er trug er einen Kanister auf dem Rücken und hielt ein Feuerzeug in der Hand.

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Ihm wird es nicht zu bunt: Carsten Doege vom THW trägt den geschmückten Maibaum-Kranz. Foto: Brinkmann-Thies

Noch bevor das Konzert des Spielmannszugs begann, hatten sich zahlreiche Gläubige auf dem Marktplatz versammelt, um gemeinsam einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern. Eingeladen hatten neben St. Andreas auch St. Petrus, St. Vincenz, die Kreuzkirche und Christ-König. Der Posaunenchor unter der Leitung von Maurice Laurenz sorgte für den musikalischen Rahmen und stimmte unter anderem mit dem Lied „Wie lieblich ist der Maien“ auf den Wonnemonat ein.

So richtig rund wurde dieser sonnige Maisonntag dann mit einem weiteren Programmpunkt: dem Aufstellen des Maibaums. Hand in Hand arbeiteten hier die Ehrenamtlichem vom Technischen Hilfswerks (THW) und der Freiwilligen Feuerwehr Springe. Die Mitglieder trugen den Baum nach dem Abladen bis zum Marktplatz. Tatkräftig unterstützt wurden sie von Bürgermeister Christian Springfeld und Ortsbürgermeister Friedrich.

Ihm oblag es wenig später auch, das Wappen des Ortsrates an die Traverse zu schrauben. Die Reihenfolge der restlichen 55 Embleme war dann Glücksache. Losfee war Hörnerkorps-Chefin Christa Heinzel. Dann wurde der Baum unter dem Applaus der Zuschauer in die Höhe gezogen.



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