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Osttangente: „Radfahrer ins Verkehrskonzept einbeziehen“

SPRINGE/ALVESRODE. Verkehrschaos an der Osttangente – doch das betrifft nicht nur die Autofahrer: Alvesrodes Ortsbürgermeister Dieter Gonschorek will die Situation auch für Radfahrer verbessern.

Kaum zu überqueren: Alvesrodes Ortsbürgermeister Dieter Gonschorek fordert für Radfahrer eine schnelle Lösung an der Osttangente.Foto: Helmbrecht
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Sowohl im Januar als auch im Juni haben sich Mitarbeiter der Stadt mit Gonschorek an der Osttangente getroffen, um über Lösungsansätze zu diskutieren. Idee Nummer Eins: neue Fahrradstellplätze. „Um das Verkehrsverhalten zu ändern, sind aber sicherlich tiefergreifende Maßnahmen erforderlich“, fordert Gonschorek in einem Schreiben an die Verwaltung. Bei der Erarbeitung eines Konzeptes dürften die Radfahrer nicht vergessen werden.

Viele Alvesroder fahren demnach dank der guten Anbindung an die Osttangente zum Einkaufen –auch per Rad: „Wir sollten uns davon frei machen, dass dort jedes Geschäft mit dem Auto angefahren werden muss.“

Ihm sei auch aufgefallen, dass Kunden ihr Fahrzeug sogar mehrfach umparken, wenn sie in verschiedenen Geschäften einkaufen gehen – und das führt dann zu noch mehr Verkehr auf dem Parkplatz. Die beiden Fahrbahnseiten etwa zwischen E-Center und Hagebaumarkt könnten weder zu Fuß noch mit dem Rad gefahrlos überquert werden. „Es gibt keinerlei Querungshilfen oder Wegkennzeichnungen. Der Nichtautobenutzer passt einfach nicht in das Verkehrskonzept.“ Lösungen sollte zum Beispiel ein Planungsbüro entwickeln, schlägt Gonschorek vor. Die Kosten dafür würden sich auf lange Sicht rentieren, ist er sich sicher. Ob Kunden mit Rad, Auto, zu Fuß oder Busfahrer – jeder müsse bei den Überlegungen berücksichtigt werden. „In wenigen Jahren wird es Autos mit brauchbarer Fahrassistenz geben“, so Gonschorek weiter. Auch diese Veränderung im Straßenverkehr müsse in das Konzept einfließen. „Als schnell umzusetzende Maßnahme kann ich mir eine zusätzliche Fahrradzuwegung vorstellen.“

Die könnte hinter den Märkten bei Expert vom Wirtschaftsweg abbiegend verlaufen, erklärt Gonschorek. Wer dann aus Alvesrode oder Völksen kommt, könnte auf den Wirtschaftsweg ausweichen statt am viel befahrenen Kreisel und der Ampel vorbeizukommen. „Das Thema schwelt schon länger in Alvesrode – bis jetzt haben wir nur noch keine eindeutige Lösung gefunden.“ Fest steht: Er will an dem Thema dran bleiben und genau beobachten, wie es mit der Verkehrssituation an der Osttangente weitergeht.



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