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Osttangente: Kampf dem Verkehrskollaps

SPRINGE. Die Eigentümer der Gewerbeflächen an der Osttangente zeigen sich offen für Verbesserungen der Verkehrssituation rund um die Verbrauchermärkte. Zugleich bitten sie bei Kunden, die kurz vor den Feiertagen beim E-Center, Schuhmarkt und Co. im Stau standen, um Verständnis.

Während der Stoßzeiten mittags und am frühen Abend ist auf den Parkplätzen an der Osttangente viel los. FOTO: MISCHER
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Ralf T. Mischer Redakteur zur Autorenseite

„Vor den Feiertagen war der Andrang auf das Fachmarktzentrum Springe sehr hoch“, räumt Josef Wild, Pressesprecher der Meag Munich Ergo Asset-Management ein, der die Flächen gehören. Wie berichtet, kommt es insbesondere vor Feiertagen zu Problemen an den Verbrauchermärkten: Knappe Parkplätze und Staus bei der An- und Abfahrt und überdies eine schlechte Erreichbarkeit zu Fuß und mit dem Rad machen aus dem Einkaufserlebnis an solchen Tagen einen Hürdenlauf.

Wild dazu: „Wir sind bestrebt, jederzeit einen reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten.“ Das Unternehmen zeigt sich offen gegenüber einigen möglichen Lösungsansätzen: Unter anderem auch dem, einen Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel auf dem Zuweg zu den Märkten aufzustellen, um Menschen ohne Auto den Weg vom E-Center, zum Baumarkt oder Elektronikmarkt zu erleichtern. Auch einer zusätzlichen, dritten Zufahrt zum E-Center-Parkplatz von der Straße „Kleine Höhe“ zeigt sich der Unternehmenssprecher nicht grundsätzlich abgeneigt. Und sogar für eine Erweiterung des Parkraumangebots zeigt sich Wild offen: „Wir sind bei allen Fragen zur gesamten Situation offen für Gespräche mit der Stadt und den anderen Grundstückseigentümern.“ Die gesamte Fläche rechts der Ampelkreuzung gehört dem Unternehmen.

Bürgermeister Christian Springfeld (FDP) greift das Angebot gern auf. „Im Rahmen des Einzelhandelskonzepts hätten wir ohnehin noch einiges zu besprechen“, sagt er. Und betont, dass die Stadt den Vermietern bei Verbesserungsvorschlägen keine Steine in den Weg legen werde.

Den Bau einer kleinen Fußgängerampel etwa sieht er nicht mit großen Hürden verbunden. Merkt aber an, dass dies dazu führen würde, dass sich der Autoverkehr noch weiter stauen würde.

„Die optimale Lösung wäre vermutlich eine Einbahnstraßenlösung“, schätzt Springfeld: Die Zufahrt erfolgt, wie bislang, über die Straße zwischen E-Center und Baumarkt.

Von dort wäre aber nur die Zufahrt möglich. Die Abfahrt würde dann über die Straße „Kleine Höhe“ erfolgen. Allerdings könne das zu Schwierigkeiten mit dem Lärmschutz führen, räumt Springfeld ein. „Wir müssen einfach besprechen, was sich das Unternehmen vorstellt“, sagt der Bürgermeister.

Es mache in jedem Fall Sinn, sich mit Mietern und Vermietern gemeinsam an einen runden Tisch zu setzen.

Laut des geplanten Einzelhandelskonzepts, das bislang noch nicht von der Politik beschlossen ist, würden die Verbrauchermärkte an der Osttangente nicht mehr das gesamte Warenspektrum anbieten können.

Ziel des Konzepts ist es nämlich, die Innenstadt zu stärken. Verbrauchermärkte am Stadtrand dürften deshalb sogenannte zentrumsrelevante Produkte langfristig nicht mehr verkaufen.

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