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Osterfeuer? Das rechnet sich nicht...

SPRINGE. Den finanziellen Misserfolg hat der Unternehmer schon eingeplant: „Ich kann Felix Hagemann und Hendrik Tornau absolut verstehen, dass sie einen Rückzieher gemacht haben“, sagt Michael Jordan aus Völksen. Er übernimmt mit seiner Firma „Carat Event“ nun trotzdem die Ausrichtung des Osterfeuers.

Foto: Archiv
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Sandra Hermes Redakteurin zur Autorenseite

„Für eine Firma rentiert sich so eine Veranstaltung ohne offiziellen Auftraggeber nicht. Auch ich laufe Gefahr, ein Minusgeschäft zu machen“, gibt er offen zu. Das Konzept der beiden Eldagsener sei toll gewesen, aber er habe sich gewundert, wie sie es hätten umsetzen wollen: „Denen fehlt einfach die Erfahrung. Es gibt einen Grund, warum Eventmanagement als Studienfach angeboten wird“, gibt Jordan zu bedenken. „Herr Hagemann und Herr Tornau hätten im Vorfeld besser kalkulieren müssen.“ Bleibt die Frage: Warum nimmt Jordan dann das wirtschaftliche Risiko mit Ansage auf sich?

„Ich mache das aus Traditionsbewusstsein, als eine Art Gefallen“, lautet seine Begründung. Springe sei eventtechnisch eine tote Stadt. „Das Einzige, was es hier noch gibt, ist der Tag der Vereine.“ Es sei einfach zu schade, wenn nun auch das Osterfeuer ausfalle.

„Ich hoffe, dass ich am Ende mit Plus-Minus-Null aus der Sache herauskomme“, sagt der Völksener trotzdem. Der Imbissstand, den er organisiert habe, gehöre nicht mal ihm, „daran verdiene ich gar nichts“, erklärt er. Nur mit dem Getränkewagen könne Geld in die Kasse gespült werden. „Ich muss aber trotzdem noch meine Leute bezahlen und wenn das Wetter schlecht ist, kommen zu wenig Besucher“, sagt Jordan.

Außerdem muss er eine Aussteller-Haftpflichtversicherung abschließen. „Weitere Kosten, die auf mich zukommen“, sagt er. Der Ortsrat übernehme lediglich die Bezahlung der Brandwache. Darum werde das Osterfeuer in diesem Jahr auch nur „eine kleine Nummer“ – ohne Musik, um Gema-Kosten zu sparen. „Das bedeutet aber nicht, dass es unattraktiver wird. Es wird nur anders. Das liegt einfach an den Umständen“, verspricht Jordan. Statt Musik gebe es diesmal aber ein erweitertes Essens-Angebot. Auf die Teller der Besucher kämen nicht nur Pommes und Bratwurst. Ob er nächstes Jahr noch mal aushilft, sei noch ungewiss. Aktuell geht er aber nicht davon aus. „Für mich ist das eher ein einmaliges Hilfsangebot– aber mal sehen, wie es im April so läuft.“



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