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Ortsrat zahlt für Kinderbetreuung

Gestorf. Ein Zeichen für die Stärkung der Grundschule hat der Gestorfer Ortsrat bei seiner Zusammenkunft am Mittwochabend gesetzt. Um das geplante Betreuungsprojekt in Elternregie mit einer Anschubfinanzierung zu unterstützen, werden zunächst 500 Euro aus der Ortsratskasse spendiert.

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Fraktionsübergreifend stößt das Engagement der Eltern – getragen vom Förderverein der Schule – auf große Anerkennung in der Politik. Schließlich gehe es bei dem Bestreben, eine Betreuungsinitiative auf die Beine zu stellen, auch um den Erhalt der Grundschule.

„Wir wollen sie auf jeden Fall erhalten“, machten Jürgen Kuschnereit für die CDU-und Antje Cordts für die SPD- Fraktion deutlich. Letztlich sei die Einrichtung auch ein Selbstzweck für eine positive Entwicklung im Ort. Cordts schlug zudem vor, in den kommenden Jahren eine Art garantierte Zuwendung aus Ortsratsmitteln bereitzustellen, wenn das Betreuungsprojekt durch Tagesmütter steht.

Denn die Gestorfer Eltern müssten – anders als in den offiziellen Ganztagsschulen im Springer Stadtgebiet – voraussichtlich monatlich zwischen 75 und 100 Euro für das Angebot aufbringen. Um diese finanzielle Belastung abzupuffern, wäre eine regelmäßige Finanzspritze aus Ortsratsmitteln hilfreich, so Cordts. Einstimmig sprach sich der Ortsrat deshalb auch dafür aus, drei Viertel seiner im vergangenen Jahr angesparten Haushaltsmittel von insgesamt rund 2300 Euro per Nebenrechnung zu übertragen, um hiermit gegebenenfalls die Betreuung weiterhin zu unterstützen.

Ortsbürgermeister Eberhard Brezski (SPD) versprach zudem, sich bei Regionspräsident und Parteifreund Hauke Jagau stark zu machen, um die notwendige behördliche Prüfung der vorgesehenen Räumlichkeiten rasch voranzutreiben.

Wie berichtet, hat die Betreuungsinitiative eine geeignete Wohnung nahe der Grundschule in Aussicht. Über die Hintergründe für das Betreuungsprojekt hatte Annette Hoffmann vom Förderverein zuvor den Ortsratsmitgliedern berichtet. Weil immer mehr Eltern auf eine Betreuung ihres Nachwuchses bis mindestens 15 Uhr angewiesen seien, wanderten Kinder aus Gestorf in Nachbarschulen ab, erläuterte sie.

Dadurch fehlten Schüler – eine Zusammenlegung von Klasse eins und zwei wäre die Konsequenz. Falle aber eine Schule nachhaltig unter die Einzügigkeit, kann also keine eigenständigen Klassen mehr bilden, so drohe die Schließung. Das aber möchte auch der Ortsrat mit aller Kraft verhindern. br



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