weather-image
25°

Ortsrat will den Rasern in Wülfinghausen Einhalt gebieten

WÜLFINGHAUSEN. Wer in Wülfinghausen zu schnell unterwegs ist, der soll ausgebremst werden. Diesen Wunsch haben nicht nur Anlieger der Kreisstraße 208, auch die Mitglieder des Ortsrats Holtensen und Boitzum setzen sich schon lange dafür ein.

Ein Geschwindigkeits-Display zeigt Verkehrsteilnehmern in der Ortsdurchfahrt von Wülfinghausen das Tempo an. Foto: Brinkmann-Thies

Autor:

anne brinkmann-thies

Eine neuerliche Verkehrserhebung durch die Region als Straßenbaulastträger der Kreisstraße 208 soll aktuelle Informationen liefern. Das Problem: Es gibt derzeit bei der Region keine funktionierenden Messeinrichtungen für das Verkehrsaufkommen und die Geschwindigkeit.

Geplant sei eine Verkehrserhebung ab Mitte Juli, erklärte Michael Damm als Vertreter der Springer Stadtverwaltung im Ortsrat Holtensen und Boitzum. Allerdings seien alle Messanlagen der Region Hannover defekt. Die Region aber ist zuständig für die Kreisstraße, die Stadt Springe dürfe dort keine Verkehrserhebungen machen. Installiert aber hat die Stadt dort ein sogenanntes Geschwindigkeits-Display, das Durchfahrenden ihr Tempo vor Augen führt.

Dass die Polizei zudem Geschwindigkeitsmessungen etwa mit mobilen Laser-Pistolen durchführen möge, dafür setzte sich Benjamin Moss (SPD) ein. Der Springer Kontaktbeamte Jens Günther, der als Zuschauer bei der Ortsratssitzung dabei war, versprach, die Anfrage in das Springer Kommissariat mitzunehmen.

Auf Antrag von Ortsbürgermeister Heinrich Freimann (CDU) stimmte der Ortsrat zudem geschlossen dafür, dass die Springer Stadtverwaltung prüfen soll, ob eine Messung im Jahr 2018 sichergestellt werden kann. „Wer misst wann und wo, das wollen wir klären lassen“, sagte der Ortsbürgermeister.

Außerdem sprach sich der Ortsrat dafür aus, auch im Süden von Wülfinghausen, also aus Richtung Mehle kommend, vor dem Ortsschild Tempo 50- Schilder aufstellen zu lassen. Ein sogenannter Geschwindigkeitstrichter, der von Eldagsen kommend die Fahrzeuge erst auf 70 und dann auf 50 Stundenkilometer herunterbremst, steht bereits vor dem nördlichen Ortseinfahrtsbereich. „Die Schilder stehen sogar doppelt an beiden Fahrbahnseiten“, erklärte Bernd Freimann vom zuständigen Fachdienst. Das sei eine Regelung, die eigentlich nur für große Straßen installiert werde. Eine parallele Beschilderung aus Richtung Süden habe die Region bislang wegen der Kurve nach dem Ortsschild abgelehnt. Er habe von Anwohnern von der positiven Wirkung der neuen Beschilderung und des Geschwindigkeits-Displays gehört, so Freimann.

Während der Ortsratssitzung berichtete jedoch ein Anlieger das Gegenteil: „Gefühlt fahren die Leute immer noch mit 65 bis 70 Stundenkilometern durch den Ort.“ Und wer aus Richtung Mehle zunächst noch durch die scharfe Kurve abgebremst werde, der gebe danach so richtig Gas.

„Wir bleiben an dem Thema dran“, versprach Ortsbürgermeister Freimann und fügte hinzu: „Irgendwann haben wir es im Griff.“

Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare