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Ortsrat Springe will drei Bauflächen schaffen

SPRINGE. Bis zum ersten Spatenstich wird noch viel Wasser die Haller hinunterfließen, aber auf dem Papier ist ein Anfang gemacht: Der Springer Ortsrat hat sich am Mittwoch Abend mit großer Mehrheit dafür ausgesprochen, in der Kernstadt bis zu drei Neubaugebiete auszuweisen.

Foto: Archiv/Ackermann
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Konkret geht es um das Feld neben dem Neuen Friedhof (Hamelner Straße), um eine weitere Bebauung des Hamannsbruchs („Deisterkessel“) sowie das Gelände südlich und westlich vom Autohaus Mensenkamp, also an der B 217, auf der gegenüberliegenden Seite des letzten großen Kernstadt-Neubaugebiets „Großer Graben“. Der Ortsrat hat bei dem Thema zwar formell keine Entscheidungskompetenz, er bittet die Stadtverwaltung aber, alle weiteren erforderlichen Schritte einzuleiten.

„Unsere Filetstücke“ nannte Oliver Groseck in der insgesamt fast zweieinhalbstündigen Sitzung die drei Neubau-Flächen, auf die sich die CDU-Fraktion verständigt hatte. Im Herbst legte bereits der parteilose Uwe Lampe ein ähnliches Papier vor. Er mühte sich in der gestrigen Sitzung, für den Hamannsbruch lediglich eine „kleinflächige“ Bebauung festzuschreiben. Stattdessen sollte das Feld zwischen der IGS, den Jägerallee-Kleingärten und den Bonanza-Hochhäusern in die Liste aufgenommen werden. Lampe konnte aber keine Mehrheit hinter sich versammeln.

Fraktionsübergreifend einig waren sich die Politiker, dass das Thema nach jahrelangem Stillstand endlich angeschoben werden müsse. „Es gibt so viele private und gewerbliche Interessenten“, sagte Christdemokrat Groseck. Für das Areal an der B 217 schlägt er ein Gewerbe- beziehungsweise Mischgebiet vor, „damit wir die unterschiedlichen Anfragen abdecken können“. Auf allen drei Flächen solle auch sozialer Wohnungsbau berücksichtigt werden.

Sozialdemokrat Bastian Reinhardt missfiel, die Favoriten schon zum jetzigen Zeitpunkt öffentlich zu nennen: „Wir wissen doch alle, dass an den Eigentümern hängt, wie es weitergeht.“ Andere Mitglieder hielten dagegen: Hinter vorgehaltener Hand sei lange genug über die Flächen gesprochen worden. Dabei sei ein Jahr nach dem nächsten verstrichen. Nur wenn jetzt Fakten geschaffen würden, werde es einen Schritt weitergehen.

Daraus ergab sich der gemeinsame Nenner: Die Stadtverwaltung soll zeitnah eine Prioritätenliste für die drei Gebiete erstellen. Mit dem neuen Wissen müssten sich dann die zuständigen Fachausschüsse beschäftigen – und den Weg zum ersten Spatenstich ebnen.



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