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Ortsrat Alvesrode kämpft für Verkehrsberuhigung

AlLVESRODE. Vollgas geben will der Ortsrat Alvesrode jetzt beim Thema sicherer Schulweg. Dafür fordern die Kommunalpolitiker, dass im Bereich der beiden gegenüberliegenden Bushaltestellen „Kleine Höhe“ neben einem Bürgersteig auch ein Fußgängerüberweg eingerichtet werden soll.

FOTO: ACKERMANN

Autor

Anne Brinkmann-Thies Reporterin

Die Straße „Zum Saupark“ soll zudem zur Tempo-30-Zone werden. Aber der Ortsrat will jetzt auch selbst aktiv werden: Schilder, die wie kleine Kinder aussehen, sollen auf privatem Grund aufgestellt werden, um Autofahrer auszubremsen.

Auch einige Mütter waren in die Sitzung des Alvesröder Ortsrats am Montagabend gekommen. Eine von ihnen hatte beeindruckende Zahlen mitgebracht: In Alvesrode leben 63 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Allein 13 von ihnen sind zwischen sechs und sieben Jahren alt. In diesem Alter aber könnten Kinder Geschwindigkeiten herannahender Autos noch nicht einschätzen, erklärte die Mutter. Aber auch die Kleinen stehen morgens an der Bushaltestelle, um zur Schule zu gelangen. Ortsbürgermeister Dieter Gonschorek (CDU) hat sich jüngst selbst ein Bild von der Situation gemacht, wenn die Kinder und Jugendlichen auf den morgendlichen Bus warten. „Die haben da wirklich rumgetobt und sind dabei auch dicht an die Straße gekommen“, berichtete er. Gewundert hat den Ortsbürgermeister die Reaktion aus dem Springer Rathaus: Nachdem es zunächst den positiven Vorschlag gab, mit flexiblen Stelen den Bereich an den Haltestellen abzusichern, hieß es schließlich von einem anderen Mitarbeiter, es bestehe kein Handlungsbedarf.

Es sei wie das Stille-Post-Spiel gewesen, sagte Gonschorek. Nachdem der Vorschlag immer weiter kommuniziert worden sei, hieß es schließlich, der Ortsrat wolle Querungshilfen im Bereich der Haltestellen haben. Davon sei aber nie die Rede gewesen. Handlungsbedarf bestehe aber sehr wohl, waren sich die Mitglieder des Ortsrats einig.

„Wir müssen mehr Rabbatz machen“, sagte René Bennecke (SPD). Und der stellvertretende Ortsbürgermeister Wolfgang Nickees (Wählergemeinschaft Alvesrode) forderte: „Wir müssen viel massiver vorgehen, wenn ein Unfall passiert ist, ist es zu spät“. Deshalb will der Ortsrat nun zweigleisig fahren. Neben dem Beschluss an die Verwaltung, nach einer Schulweg-Sicherung durch Tempo-30, einen Fußweg und einen Überweg zu sorgen, gehen die Kommunalpolitiker mit dem Aufstellen der Kinder-Schilder einen eigenen Weg.

Noch während der Sitzung fand sich Ortsratsmitglied Kurt Böhm bereit, ein entsprechendes Symbol-Schild eines kleinen Kindes zu bauen. Gelingt dies – und daran hatte Ortsbürgermeister Gonschorek keinerlei Zweifel – so will der gelernte Tischler weitere folgen lassen.



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