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„Heinz-Sielmann-Haus“ des Waldpädagogikzentrums feierlich durch Inge Sielmann und Astrid Grotelüschen eröffnet

„Nur wer die Natur kennt, wird sie auch schützen“

Alvesrode (jemi). Es war eine Hommage an die Natur – die feierliche Eröffnung des neuen Waldpädagogikzentrums im Wisentgehege. Sowohl Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen als auch Inge Sielmann, die Ehefrau des verstorbenen Tierfilmers Heinz Sielmann, plädierten gestern bei der Feierstunde für einen nachhaltigen Umweltschutz. Gemeinsam mit den Niedersächsischen Landesforsten weihten sie das „Heinz-Sielmann-Haus“ ein.

Ministerin Astrid Grotelüschen und Inge Sielmann (v.l.) enthüllen das Schild, das das Heinz-Sielmann-Haus zieren wird. Foto: jem

Das Waldpädagogikzentrum spiele beim Naturschutz eine entscheidende Rolle, erklärte Grotelüschen. Schließlich werde hier dem Nachwuchs die Natur näher gebracht. „Das Waldpädagogikzentrum steht für moderne Umweltbildung.“ Bildungseinrichtungen dieser Art seien für die Zukunft unerlässlich. Das sah der Erste Stadtrat Hermann Aden ganz ähnlich: „Umweltbildung ist für Schüler unerlässlich.“ Er sei stolz, dass Springe solch eine Einrichtung vorweisen könne. „Die Stadt schmückt sich immer wieder gerne mit dem Saupark und dem Wisentgehege“, gab der Verwalttungsvize zu. Das neue Gebäude werde in Zukunft wichtige Engpässe beheben.

Bisher waren die Projekte des Waldpädagogikzentrums auf die Sommermonate beschränkt. Nun können die Aktionen mit Schülern auf das komplette Jahr ausgeweitet werden. Damit ergäben sich ganz neue Möglichkeiten. Aden schloss seinen Vortrag mit den Worten Sielmanns: „Nur wer Natur kennt, wird sie auch schützen.“

Grotelüschen hatte auch hier eine ganz ähnliche Sicht der Dinge: „Die Tuchfühlung zu den Tieren und Pflanzen ist entscheidend. Im Wisentgehege erleben die Kinder und Jugendlichen das alles hautnah – anders als im Fernsehen oder Büchern.“ Allerdings seien diese Medien ebenfalls wichtig, wenn es um den Naturschutz gehe.

Heinz Sielmann sei hier ein Vorreiter gewesen, so Grotelüschen. „Ich bin mit den Filmen aufgewachsen.“ Sielmann habe sein Leben lang für Nachhaltigkeit der Umwelt gekämpft. Aus diesem Grund sei die Benennung des neuen Gebäudes in „Heinz-Sielmann-Haus“ sehr passend.

Klaus Merker, Präsident der Niedersächsischen Landesforsten, lobte das Heinz-Sielmann-Haus ebenfalls aus voller Überzeugung: „Der Standort ist einfach ideal. Von hier kann man die Wisente beobachten, ein imposantes Bild.“ Auch er sieht die Einrichtung als großen Gewinn für Kinder und Jugendliche. Er wünschte der Waldpädagogikzentrums-Leiterin Cornelia Tripke weiterhin eine erfolgreiche Arbeit und ermunterte die anwesenden Schulleiter, den Projekten treu zu bleiben.

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