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Ideen von Springer Schülern reisen mit zum UN-Gipfel in Brasilien / Ärger im Orga-Team

Nur noch kurz die Welt retten

Springe. Gut für die Umwelt – zumindest, was das Programm rund um den Marktplatz anging. Hinter den Kulissen gab es beim sechsten Klimaschutztag im Vorfeld dicke Luft. Wie berichtet, hatten sich zahlreiche Mitverantwortliche aus den Reihen der Organisatoren verabschiedet.

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Autor:

Markus Richterund Alexandra Jung

Im Beisein der Bundestagsabgeordneten Dr. Matthias Miersch, Dr. Maria Flachsbarth und der Landtagsabgeordneten Gabriela Kohlenberg wählte Bürgermeister Jörg-Roger Hische denn auch deutliche Worte: In seiner Eröffnungsrede wies er darauf hin, wie sehr Simone Meyer „ins kalte Wasser geworfen wurde“. Der Grünen-Politikerin war es zu verdanken, dass die Besucher gestern dennoch in fast schon bewährter Weise auf dem Weg zu einem besseren Klima mitgenommen wurden.

Der Nabu demonstrierte mit einer Waage, wie viel Kohlendioxid Lebensmittel verursachen. Festzuhalten bleibt: Vor Ort angebautes saisonales Obst und Gemüse schont die Umwelt. Um Einsparungen ging es auch bei der Stadt – allerdings diesmal nicht im eigenen Haushalt. Klimaschutzmanagerin Katrin Härtel sammelte Karten ein, auf denen die Springer ihre umweltschonenden Leistungen des Tages eintragen konnten. Jetzt wird fleißig umgerechnet und ausgewertet, dann steht fest, um wie viele Kilogramm Kohlendioxid das Klima nicht zusätzlich belastet wurde.

Gefragt waren vor allem Mitmachaktionen: Bei den Stadtwerken galt es, in die Pedale zu treten und Wasser zum Kochen zu bringen. Großen Zuspruch erfuhr die Firma Windwärts, die den Park zwischen Bennigsen und

Gestorf betreibt. Kinder und Erwachsene konnten spannende Versuche durchführen, Licht durch Windenergie erzeugen oder „Krabbeltieren“ zuschauen, die von Solarkraft angetrieben wurden. Beteiligt waren auch zahlreiche Unternehmen, die unter anderem Elektro-Fahrräder präsentierten. Dazu hatten die Geschäfte geöffnet, am Niederntor lockte eine kleine Erdbeer- und Spargelmeile heimischer Betriebe.

Engagiert waren auch die Bildungseinrichtungen: So war wieder die Heinrich-Göbel-Realschule mit einem Stand vor Ort, aber auch das Otto-Hahn-Gymnasium. Die 22 Elftklässler stellten Projekte zum Thema Nachhaltigkeit vor. Die Initiative kam vom SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch: Er wird zum UN-Nachhaltigkeitsgipfel „Rio+20“ nach Brasilien reisen. Im Gepäck hat er Vorschläge für eine bessere globale Klimapolitik. Und die stammen nicht von irgendwem, sondern vorwiegend von den Schülern aus seinem Wahlkreis.



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