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Notfall-Kinderbetreuung für Eltern in Springe

SPRINGE. Schneller als gedacht, will die Politik, dass Springe Partnerkommune bei Fluxx wird. Über das Projekt kann in Notfällen für Eltern eine Kinderbetreuung vermittelt werden.

Koordinatorin Sabine Schrader stellt das Projekt in Springe vor. FOTO: HELMBRECHT
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Der Sozialausschuss hat sich jetzt einstimmig für eine Zusammenarbeit ausgesprochen – und das anders als von der Verwaltung vorgeschlagen, bereits zum 1. Juli.

Koordinatorin Sabine Schrader hatte der Politik das Projekt während der Sitzung vorgestellt. Bislang haben sich Fluxx sechs Regionskommunen angeschlossen, darunter Wunstorf, Barsinghausen oder auch Seelze. Fünf weitere sollen folgen, kündigte Schrader an. Das Projekt läuft bereits seit mehr als vier Jahren mit mittlerweile 22 Partnerbetrieben. 554 Mal sind die Mitarbeiter im vergangenen Jahr zum Einsatz gekommen. Damit hätten sich die Anfragen seit Projektbeginn mehr als verdoppelt.

„Deutschlandweit ist das Projekt einmalig“, betonte Schrader. Auch eine Familie aus Springe hatte zuletzt eine Betreuung für ihr Kind gesucht und in Anspruch genommen. Möglich war das, weil ein Elternteil in einem Partnerbetrieb arbeitet.

„Wenn es einen Notfall gibt, kommen wir, das heißt, unsere Betreuer sind in den Familien zu Hause zu Gast und bringen die Kinder nicht in eine Einrichtung.“

Pro Stunde zahlen Eltern 5 Euro, für Verwaltungsmitarbeiter würden 3 Euro fällig. Die Stadt selbst bezahlt eine Jahrespauschale in Höhe von einem Euro pro Kind, das jünger als zehn Jahre alt ist. Heißt: Jährlich werden für die Partnerschaft rund 2600 Euro fällig, die noch in den Haushalt eingestellt werden müssten. Mindestlaufzeit der Kooperation: zwei Jahre.

Der Sozialausschuss hat bereits grünes Licht gegeben, nun entscheidet der Rat abschließend am 27. Juni in seiner Sitzung.

Auch ein Springer Unternehmen kann sich dem Projekt anschließen, bei einer kleinen Firma mit zehn bis 49 Beschäftigen wird eine Jahrespauschale von 300 Euro fällig.

Die derzeit 90 Mitarbeiter des Fluxx-Projektes schicken aber nicht nur Betreuer zu den Familien, sondern organisieren bei Bedarf auch Fahrdienste oder organisieren eine Betreuung an verschiedenen Orten in der Region. Zudem beraten die Mitarbeiter über bereits vorhandene Angebote.

Innerhalb von spätestens etwa eineinhalb Stunden kann dann eine Notfallbetreuung organisiert werden. Meist nutzen Eltern das Angebot aus beruflichen Gründen, so Schrader.



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