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Notfallambulanz: Streit um Zahlen – und einen Flyer

SPRINGE. Im Kino würde es wohl heißen „Runder Tisch Krankenhaus – die Rückkehr“. Doch wie das so ist bei Fortsetzungen eines Klassikers: Nicht alle sind zufrieden. Mitglieder der Runde, die sich nach langer Pause vor einigen Tagen erneut hinter verschlossenen Türen mit Regions- und Klinikvertretern trafen, klagen über mangelnde Informationen und nicht eingehaltene Zusagen.

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VON CHRISTIAN ZETT

Teilnehmer des Runden Tisches berichten der NDZ, trotz mehrfacher Aufforderung habe das Klinikum es abgelehnt, Zahlen für die Notfallambulanz vorzulegen. Diese lägen noch nicht vor.

„Dabei mussten inzwischen doch mindestens zwei volle Quartale abgerechnet werden“, habe es in der Runde im Rathaus geheißen. Eine Klinikum-Sprecherin erklärte gestern, die Zahlen würden gegenwärtig erhoben. Man wolle wie geplant nach mindestens einem Jahr – also Ende 2016 – erste Ergebnisse präsentieren.

Am Runden Tisch sitzen neben Region und Klinikum auch Lokalpolitiker, Stadtvertreter, Ärzte und Krankenkassen. Es sei „hilfreich“ gewesen, „die unterschiedlichen Perspektiven einmal zusammenzuführen“, sagt die Sprecherin des Regionsklinikums.

Wie unterschiedlich diese Perspektiven mitunter sind, zeigt ein Streit um die Vermarktung der Notfallambulanz. Zahlreiche Kritiker aus Politik und Verwaltung werfen dem Regionsklinikum vor, zu wenig für die Bekanntheit der Einrichtung zu tun. Ein Knackpunkt: der Flyer, den das Unternehmen zum Start erstellt hatte. Dieser, so klagt ein Ratsmitglied, liege bislang nur im Krankenhausgebäude aus: „Aber dann sind die Leute ja schon in der Ambulanz.“

Beim Klinikum wehrt man sich: Man habe durch eben jenen Flyer – aber auch durch einen „fortlaufenden Dialog mit den niedergelassenen Ärzten“ – immer wieder auf die vorerst auf zwei Jahre begrenzte Ambulanz hingewiesen. Die Anregung vom Runden Tisch, den Flyer auch im Rathaus oder in Apotheken auszulegen, habe man nun „aufgenommen“.

Bisher hieß es immer, nach einer Bilanz werde entschieden, ob die Region einen Antrag auf Verlängerung der Notfallambulanz beim Land stellen werde. Dabei sollten auch neue Gesetze helfen, zukunftsfähige Strukturen zu schaffen. Doch zu diesem Plan äußert sich das Klinikum auch auf Nachfrage nicht.

Nach NDZ-Informationen ist langfristig auch die Ansiedlung von einer Art Ärztezentrum in der Stadt im Gespräch. Wo genau es liegen könnte oder wer es trägt, ist aber unklar. Im Klinikgebäude selbst war die Ansiedlung gescheitert – auch, weil die heimischen Ärzte einen Umzug ablehnten.

Der Runde Tisch selbst könnte in anderer Form bestehen bleiben: Beim Regionsklinikum heißt es, die Stadt habe die Erweiterung und Umwandlung des Gremiums in ein „Gesundheitsforum Springe“ angeregt, um Fragen der Gesundheitsversorgung vor Ort zu klären. „KRH und Region Hannover würden diesen Ansatz unterstützen“, sagt die Klinik-Sprecherin.




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