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Niemand zuhause

Springe. Dass Springe schrumpft und überaltert ist – diese Erkenntnis der jüngsten Volkszählung hat wohl niemanden überrascht. Doch der Zensus zeigt auch: Gut 700 Wohnungen stehen leer in Springe – eine überdurchschnittlich hohe Anzahl.

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VON CHRISTIAN ZETT

Knapp 15 000 Wohnungen im Stadtgebiet haben die Statistiker während der in diesem Jahr veröffentlichten Erhebung gezählt. Dazu zählen auch Einfamilienhäuser, die jeweils als eigene Wohneinheit gewertet werden. Die Mehrheit wird denn auch vom jeweiligen Eigentümer genutzt – etwa 8200 Eigentumswohnungen, Häuser oder Haushälften kommen hier zusammen.

In 5900 Wohnungen leben die Springer zur Miete. Der weitaus größte Teil dieser Einheiten befindet sich in der Kernstadt; aber auch in den kleineren Ortsteilen wie Lüdersen stehen vereinzelte Mietshäuser.

Der Bereich Ferienwohnungen macht mit 140 den geringsten Anteil aus – und dann kommen die Leerstände: Knapp 700 Häuser und Wohnungen waren zum Stichtag im Mai 2011 ohne Bewohner – umgerechnet ist das ein Anteil von 4,6 Prozent. Zum Vergleich: In der Region Hannover liegt die Leerstandsquote bei 3,3 Prozent, der Großraum Hannover (inklusive der Landkreise Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Diepholz, Holzminden und Schaumburg) kommt auf 4,1 Prozent. Selbst im Vergleich zum Land Niedersachsen (3,6) und bundesweit (4,5) steht Springe schlechter da.

Noch mehr Leerstände finden sich demnach nur in einzelnen Orten der näheren Umgebung: So verzeichnet Barsinghausen einen Anteil leerer Häuser und Wohnungen von 4,9 Prozent. Bad Münder kommt gar auf 6,5 Prozent. Gehrden (4,5 Prozent) steht ähnlich schlecht da wie Springe; Ronnenberg (2,7) und Pattensen (3,3) kommen auf gute Werte wie die beliebteren Wohnorte Hemmingen (2,8) oder Laatzen (2,7).

Einen detaillierten Blick auf den Gebäudebestand in Springe erlaubt die Statistik ebenfalls: Demnach handelt es sich bei 70 Prozent der Wohngebäude um freistehende Einfamilienhäuser oder Gebäuden mit Eigentums- und Mietwohnungen – ein vergleichsweise hoher Wert. Elf Prozent des Bestands sind Doppelhaushälften; lediglich 15,7 Prozent sind als Reihenhäuser angeordnet.



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