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Ortsrat darf vermutlich doch ein Carport im Rathauspark aufstellen / Denkmalschutz segnet Pläne ab

Nicht schön, aber auch keine Verschandelung

Springe (mari). Schick findet sie es nicht, eine Verschandelung stelle es aber auch nicht dar: Zähneknirschend stimmt die Verwaltungsspitze dem Antrag des Springer Ortsrates zu, ein Carport im Rathauspark aufzubauen. Die Überdachung soll Musiker schützen, die auf der Natursteinbühne auftreten.

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Die Garage werde „durchaus ein Fremdkörper in der Grünanlage“ sein, schreibt die Verwaltung. Der Bau werde „die Umgebung des denkmalgeschützten Rathauses“ aber nicht dermaßen beeinträchtigen, „dass es gemäß des Niedersächsischen Denkmalschutzgesetzes unzulässig wäre“. Unterm Strich bleibe nur die Frage offen, „ob die Stadt Springe als Grundstückseigentümerin die gestalterisch nicht unproblematische Errichtung zulassen will“. In dem Papier weist Bürgermeister Jörg-Roger Hische auch auf die möglichen Folgekosten für die Pflege des Häuschens hin.

Dennoch: Die Verwaltung spricht sich grundsätzlich für den Bau aus. Jetzt dürfen noch einmal die Ortsratsmitglieder beraten (Sitzung am 12. Juni), dann kommt das Thema im Planungs- und Umweltausschuss auf den Tisch (3. Juli). Das letzte Wort hat der nicht-öffentlich tagende Verwaltungsausschuss am 19. Juli.

Der Ortsrat möchte die Überdachung in erster Linie für seinen jährlichen Jazz-Frühshoppen haben. Wäre es nach Ortsbürgermeister Carsten Marock gegangen, wäre das Carport schon bei der nächsten Veranstaltung am Sonntag, 10. Juni, eingeweiht worden. Stattdessen müssen sich die Politiker nun noch einmal ein Zelt ausleihen.

Die Fraktionsmitglieder haben sich bereits auf ein nach drei Seiten offenes Modell aus Leichtmetall geeinigt. „Es soll nicht wuchtig wirken, sondern filigran sein“, erklärt Marock. „Ein Vorteil ist auch, dass man es sehr einfach auseinanderschrauben und abbauen kann.“

Springer Jazz-Frühschoppen: Das Konzert mit den Jazz-Buddies beginnt am Sonntag, 10. Juni, um 11 Uhr im Rathauspark. Der Eintritt ist frei. Der Ortsrat hofft auf 200 bis 300 Besucher. Parallel zu der Veranstaltung finden der Töpfermarkt auf dem Museumshof und ein verkaufsoffener Sonntag in der Innenstatt statt.



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