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Ladenleerstand: Fritz sieht keinen Grund zur Sorge / Bewegung an Oberntor und Fünfhausenstraße

„Nicht schlimmer als vor einem Jahr“

Springe (mf). Die angekündigten Schlecker-Schließungen haben die Debatte um die Leerstände in der Innenstadt neu entfacht. Zu Unrecht, meint Stadtmanagerin Anike Fritz. Die Situation sei alles andere als dramatisch. „Innerhalb des vergangenen Jahres ist es keinesfalls schlimmer geworden“, betont sie.

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Unterm Strich habe die Zahl der leer stehenden Ladenlokale seit Januar nicht zugenommen. Knapp 20 Objekte seien in einem entsprechenden Register verzeichnet. Tatsächlich zur Vermietung stünden davon aber lediglich etwa die Hälfte.

Fritz räumt ein, dass die Fluktuation hoch ist. Das bedeute aber auch, dass sich für viele gekündigte Verkaufs- oder Büroflächen schnell Nachmieter finden. Das gelte beispielsweise für die Gaststätten. Ob Ratskeller, Alte Herberge, ehemaliges Café Reeg, Mariechen, Bierbar oder das China-Restaurant an der Friedrichstraße: In allen Fällen hätten neue Pächter das Ruder übernommen.

Tatsächliche Leerstände gebe es beispielsweise im Petersschen Haus am Markt, wo eine Änderungsschneiderei und ein kombiniertes Möbel- und Weingeschäft ausgezogen sind, nachdem auch ein Antiquitätengeschäft dort vorher nur kurz durchgehalten habe. In der Burgstraße stehen drei Läden leer, am Nordwall gebe es nach einigen Neuvermietungen nur noch eine unvermittelte Fläche.

Etwas kritischer ist es laut Fritz am Niederntor (vier Leerstände), weil mit Plus und demnächst wohl auch Schlecker gleich zwei große Flächen betroffen sind. Besser ist es da um das Oberntor bestellt, wo mit einem ehemaligen Fotoladen und der geräumten Volksbank-Filiale nur zwei Objekte betroffen seien.

Bei der Volksbank gibt es immerhin Bewegung. Das Geldinstitut hat seine frühere Zweigstelle an den Geschäftsmann Eyüp Tatlican verkauft, der mehrere Immobilien in der Region besitzt und seit Kurzem auch als Gastronom das „Deja vu“ an der Friedrichstraße betreibt. Eigentlich habe er in den Bankräumen selbst ein Schmuck- und Elektronikgeschäft eröffnen wollen, erzählt Tatlican. „Doch nun habe ich beschlossen, den Laden doch zu vermieten.“

Schon einen Schritt weiter ist die Immobilienverwaltung Estavisio aus Soest, die den Geschäftskomplex Fünfhausenstraße 2 (Ex-Woolworth) betreut. Ihr ist es gerade gelungen, die Räume einer seit Jahren leer stehenden Boutique neu zu vermieten. Wie eine Sprecherin auf Anfrage mitteilte, wird Anfang des Jahres ein bislang noch nicht in Springe ansässiges Floristikgeschäft dort eröffnen. Damit sei das Erdgeschoss dann wieder komplett vermietet. In den oberen Etagen stehen allerdings noch rund 1500 Quadratmeter Büro- und Lagerflächen leer.



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