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Es gebe keine Pläne, das kleine Finanzamt in Springe zu schließen, beteuert das niedersächsische Finanzministerium

Nicht nur die Größte macht’s

Springe. Entwarnung für das Finanzamt in Springe: „Es gibt derzeit keine Pläne zur Schließung einzelner Häuser“, stellt das niedersächsische Finanzministerium klar. Allerdings: Eine Bestandsgarantie sei auch nicht möglich.

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VON MARITA SCHEFFLEr

Der Landesrechnungshof hatte in seinem Jahresbericht die Auflösung kleiner Finanzämter gefordert. Standorte mit weniger als 200 Mitarbeitern seien nicht wirtschaftlich – in der Außenstelle „Hannover-Land I“ an der Springer Bahnhofstraße sind es lediglich 50 Bedienstete. Die Außenstelle ist niedersachsenweit einmalig. Offiziell gilt das Finanzamt in Lüchow als kleinste Einheit (70 Beschäftigte). Eine besondere Bedeutung für Springe hat die Auflistung auch deshalb, weil der Präsident des Landesrechnungshofs, Richard Höptner, in der Deisterstadt wohnt.

Der Bericht sei nicht differenziert genug, rügt Kai Bernhardt, Pressesprecher des Finanzministeriums. „Nach unserer Auffassung kann allein die Personalgröße eines Finanzamtes nicht den Ausschlag dafür geben, ob es erhalten oder geschlossen werden soll.“ Wichtig sei auch, dass die Finanzverwaltung bürgerfreundlich bleibt – dazu gehöre die gute Erreichbarkeit.

Dennoch sei es „denkbar, dass einzelne Dienststellen und Aufgabenbereiche zentralisiert und das Angebot an die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden“. Der Rechnungshof will die Finanzverwaltung zu einem massiven Stellenabbau bewegen: Wegen der sinkenden Bevölkerungszahlen hätten die Beschäftigten weniger zu tun. Zumal es auch einen entscheidenden technischen Fortschritt gebe. Das Ministerium widerspricht: „Entscheidend geprägt wird der Arbeitsanfall auch durch steuerpolitische und sonstige Bundesvorgaben sowie gesamtwirtschaftliche Veränderungen, durch die verstärkte internationale Verflechtung in der Wirtschaft und die seit Jahren stetig steigende Zahl von Unternehmen, nicht zuletzt in komplexen Konzernstrukturen.“ Die Kapital- und Finanzströme seien weltweit vernetzt, die Materie sehr komplex.



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