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BBS haben 15 Freiwillige für kleinere und größere Notfälle ausgebildet / DRK und Jugendrotkreuz mit engagiert

Neues Projekt: Sanitätsdienst an Springes größter Schule

Springe (ric). Julia Schröder hat es gerade erst erlebt: Auf dem Bahnsteig kollabierte eine Jugendliche, lag dort – und alle schauten weg. Nur Julia nicht. Sie blieb bei der Patientin und kümmerte sich darum, dass sie sicher nach Hause kam. Die Schülerin der Springer BBS hat jetzt mit Aaron Schröder das Projekt Schulsanitäter angeschoben – und damit viele begeisterte Mitstreiter gewonnen.

Sieht nur wie Händchenhalten aus: Gökce Cali misst den Puls von David Petzold im Einsatzwagen des DRK. Im Hintergrund haben sich

Nach der Idee der Schülervertretung koordiniert Lehrerin Margarete Kemper die AG, für die sich spontan 15, vorwiegend weibliche, Teilnehmer einfanden. Die meisten von ihnen sind angehende Erzieher und wollen mit der Tätigkeit auch wertvolle Erfahrungen für das Berufsleben gewinnen. Und bei aktuell 2655 Schülern sind kleinere Unfälle nahezu an der Tagesordnung – manchmal passiert auch etwas Schlimmeres: „Ein Lehrer hat sich mit der Kreissäge am Finger verletzt, der wurde ganz blass und wir haben ihn verarztet“, sagt ein Schüler. Andere berichten von einem Mädchen, das beim Sport einen epileptischen Anfall bekam. Vor allem in handwerklich orientierten Praxisbereichen kommen chirurgische Notfälle vor, weiß auch Udo Führer, beim DRK Region Hannover für die Koordination der Schulsanitätsdienste zuständig. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Rotkreuzlern aus Springe haben die Teilnehmer der AG zunächst einen zweitägigen Ersthelferkurs gemacht, weitere Trainings werden folgen. „Wir gewinnen dadruch alle“, freut sich Pädagogin Kemper, die sich bislang alleine um derartige Einsätze gekümmert hat. Ihre Schulsanis tragen große Verantwortung: Sie entscheiden mit, wann jemand vom Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht werden muss beziehungsweise wann eine „ambulante“ Versorgung im Erste-Hilfe-Raum der Schule ausreicht. Das Projekt wird von der Schulleitung unterstützt – die Teilnehmer werden nicht zuletzt durch einen Vermerk im Zeugnis belohnt, der sich auch bei späteren Arbeitgebern gut machen wird. Zur Ausrüstung gehört neben einer Notfalltasche auch ein Handy für die „Diensthabenden“ – das einzige, das im Unterricht klingeln darf.

Schulsanitäter gibt es in Springe bislang nur an der Realschule und am Gymnasium.



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