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Neues Leben für Eldagsens Mitte

ELDAGSEN. Nach dem im vergangenen Jahr geplatzten Großprojekt des Unternehmens „Nurda-Hausbau“ nimmt ein neuer Investor einen Anlauf, Eldagsens Mitte umzugestalten: Stefan Rehse, der auch das Sparkassen-Hochhaus in Springe saniert, will einen großen Teil des Geländes deutlich verändern.

Die Häuserzeile an der Langen Straße soll durch einen Neubau ersetzt werden. Die Fläche für das Gesamtprojekt zieht sich bis zum Grundstück an der Wallstraße/Ecke Nordstraße (Bild unten), auf dem früher die Kita stand. Dort sollen Senioren-Wohnanlage
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Konkret geht es um das Eck Lange Straße 65, Wallstraße und Nordstraße. Entstehen soll dort eine Art grüner Campus mit Wohn- und Geschäftshäusern, Angeboten für Senioren und einem öffentlichen Veranstaltungshaus.

Rehse stellte das Großprojekt Mittwochabend im Sanierungsbeirat in Eldagsen vor, der sich im Ratskeller traf: Es gehe ihm um eine zeitgemäße Wiederbelebung des Geländes. Die Pläne im Detail:

Lange Straße: Konkret geht es hier um den Gebäudekomplex Nr. 65 a/b, gegenüber der Kirche: Das langgezogene Wohn- und Geschäftshaus zwischen der Volksbank und dem Friseur Frädermann soll nach Rehses Plänen abgerissen werden und durch einen offener gestalteten Wohn- und Geschäfts-Neubau mit mehreren Durchfahrten und Durchgängen auf das dahinterliegende Gelände ersetzt werden. Auch die Giebel sollen nicht mehr parallel zur Straße ausgerichtet werden – sondern so wie die Häuser drumherum.

Wohnhäuser: Hinter den neuen Wohn- und Geschäftshäusern plant Rehse, mehrere kleinere Gebäude und Schuppen abzureißen und dort barrierefreie Bungalows zu errichten. Ob diese verkauft oder vermietet werden, sei noch offen.

Öffentlicher Treffpunkt: Erhalten bleiben soll ein historisches Gutshaus, das ebenfalls auf dem hinterliegenden Grundstück steht. Rehse will es auch mit Fördermitteln aus der Stadtsanierung erhalten, restaurieren – und der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen: Ihm schwebt vor, dass sich dort Vereine und Beratungsangebote präsentieren oder treffen, aber auch Kulturveranstaltungen stattfinden können.

Parkanlage:Apropos Öffentlichkeit: Das gesamte Gelände über den Gehlenbach bis hoch zur früheren Kita-Fläche an der Wallstraße will Rehse für jedermann zugänglich machen, „Campus“ nennt er die Idee: Hier soll in einer Art Park, der bis zur Nordstraße reicht, jeder Bürger spazierengehen können. Über den Bach selbst soll es eine Querungsmöglichkeit geben.

Wallstraße: In Sachen Seniorenwohnen arbeitet Rehse eng mit dem Verein „Wallstraßenhöfe“ und dessen Vorsitzendem Hans-Ulrich Weber zusammen. Weber und seine Mitstreiter hatten schon vor zwei Jahren Pläne für ein Senioren-Wohnprojekt auf der Fläche der ehemaligen Kindertagesstätte vorgestellt. Jetzt wolle man das Vorhaben gemeinsam konkretisieren, so Rehse. Die Zusammenarbeit mit dem Verein sei sehr gut und konstruktiv – aber auch von Seiten der Stadt und des Ortsrats habe man das Vorhaben bislang sehr gut begleitet.

Der Rat hatte schon 2017 einen neuen Bebauungsplan für das Gelände beschlossen – in Erwartung einer Investition der Hannoveraner Firma „Nurda-Hausbau“. Deren Pläne sahen allerdings eine deutlich engere Bebauung der Flächen vor – hauptsächlich mit Wohnhäusern. Schließlich wurden sich Investor und Stadt nicht über Details eines städtebaulichen Vertrags einig: Die Firma zog sich von dem Vorhaben zurück.



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