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Neues Grundstück für die Polizei?

SPRINGE. Wie geht es weiter mit der Polizeiwache auf dem Burghof? Neben den Gesprächen über den Umbau der Wache in den städtischen Räumen steht offenbar auch ein Umzug des Kommissariats innerhalb des Stadtgebiets im Raum. In der Politik machen sich gar Sorgen breit, die Polizei könne die Stadt komplett verlassen.

Neubau oder nicht? Das Land fordert eine umfangreichere Sanierung als von der Verwaltung zunächst geplant. FOTO: HELMBRECHT
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Man stehe in Kontakt mit dem Land, sagt Bürgermeister Christian Springfeld. Das ist bislang mit der Polizeiwache Mieter in den städtischen Räumen am Burghof. Dort wollte die Stadt dieses Jahr für 400 000 Euro die Räume sanieren und das Geld durch eine Mieterhöhung langfristig wieder reinholen. Doch das Land forderte umfangreichere Investitionen in den Standort, wenn es den höheren Mietzins und die lange Vertragsdauer akzeptieren solle.

Wegen der laufenden Gespräche war das Geld erst mal aus dem Haushalt gestrichen, die Sanierung verschoben worden. CDU-Ratsmitglied Heinrich Freimann wollte das so nicht auf sich sitzen lassen und beantragte am Donnerstagabend, die 400 000 Euro wieder in den Haushalt einzustellen – als Zeichen des gutes Willens: „Wir müssen jetzt ein positives Signal setzen“, forderte Freimann während der Sitzung.

Seine Sorge: Die Polizei könne sich aus Springe zurückziehen und etwa nach Pattensen gehen: Dort gibt es bislang nur eine Polizeistation, die aus Springe mitbetreut wird. Gleichzeitig kritisierten SPD und CDU, von der Verwaltung nicht ausreichend über die Pläne informiert worden zu sein. Hätten die Architektenentwürfe bereits vorgelegen, hätten diese auch beim Rathaus-Anbau berücksichtigt werden können. „Das wäre eine völlig andere Betrachtung gewesen“, sagt CDU-Fraktionschef Wilfred Nikolay. Er teile die Sorgen seines Parteifreunds Freimann.

Springfeld betonte: „Es besteht kein Anlass zur Sorge, dass uns die Polizei in Springe abhanden kommt.“ Die Pläne zum Rathausanbau seien konkreter gewesen als die des Polizeineubaus, sagt auch Fachbereichsleiter Clemens Gebauer.

Die Verwaltung wolle nicht auf das Land warten, weil sich dort die Planungsprozesse zum Teil lange hinziehen könnten. Am Ende wurde der Antrag von Freimann, die 400 000 Euro wieder in den Haushalt einzustellen, knapp abgelehnt. Während zehn Ratsmitglieder dafür stimmten, votierten 17 mit einem Nein, darunter auch Bürgermeister Springfeld. Acht Politiker enthielten sich bei der Abstimmung.

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