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Neuer Versuch: Andreas Rimkus geht in Kultur-Offensive

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Autor:

von saskia helmbrecht

Zum Ärger von Rimkus, der die Idee zu dem Pass bereits vor 15 Jahren hatte. „Die Hoffnung, dass es den Pass geben wird, bleibt“, sagt Rimkus. Unter Umständen wäre er bereit, dem neuen Rat das Projekt noch einmal vorzustellen.

Rimkus kritisiert, dass sich einige Kulturausschuss-Mitglieder gar nicht für Kultur interessierten. „Es geht darum, dass sich die Beauftragten selbst ein Bild machen sollen“, sagt Rimkus. Der Pass solle die Entscheidungsträger dazu anhalten, regelmäßiger Ausstellungen zu besuchen. „Das hat sich seit 15 Jahren nicht gebessert.“

Viele Politiker würden das Potenzial der heimischen Kultur nicht kennen – die sei immerhin auch ein Wirtschaftsfaktor, stellt Rimkus klar. Die Ausschussmitglieder sollten sich ansehen, wo ihre Fördermittel angekommen sind. „Ich habe das mit einem zwinkernden Auge entwickelt, in der Politik nimmt das keiner für voll.“ Springe sei keine riesige Stadt, da wäre es möglich, sich selbst ein Bild zu machen. „Ich sehe auch eine Verpflichtung der Mitglieder, zu den Veranstaltungen hinzugehen.“

Die Bemühungen, mehr Mitglieder an diese Pflicht zu erinnern, koste ihn viel Kraft. „Ich laufe da gegen Windmühlen.“ Heimische Künstler hätten auf den Kunstpass positiv reagiert. „Ich bin nicht der Einzige, dem dieses Problem aufgefallen ist. Warum bin ich denn in einem Gremium, wenn mich der Bereich nicht interessiert?“

Rimkus könnte sich vorstellen, im neuen Rat einen weiteren Anlauf zu nehmen. „Das muss sich zeigen, ob da Interesse besteht.“ Drei Mal hat er das Projekt schon vorgestellt. „Es ist einfach mein Wunsch, dass sich Politik über Kultur informiert.“



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