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Neuer Museums-Vorstand zieht nach einem Jahr Bilanz

SPRINGE. „Die Vergangenheit ist Vergangenheit. Das, was vor uns liegt, das gestalten wir gerne“, sagt Museums-Chefin Heidi Dopheide. Nach einem Jahr zieht der neue Vorstand ein positives Fazit seiner Arbeit.

Das neue Museums-Team mit der Vorsitzenden Heidi Dopheide (v.l.), Susanne Deutscher, Heidrun Karkosch und Conny Bitter.
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Etatkürzungen, Stellenstreichungen und Zoff bei Mitgliederversammlungen begleiteten den Verein 2016. Doch damals betonten die Aktiven, dass sie für dessen Fortbestand – und damit für die Zukunft des Museums – kämpfen wollen. Trotz des Sparkurses und einiger Rückschläge wie etwa der Streichung einer pädagogischen Stelle. Auch die Einsatzzeiten des Handwerkers wurden gekürzt: Jörg Wolf ist jetzt nur noch alle 14 Tage im Einsatz. „Klar bremst uns das aus. Zum Beispiel, wenn wir eine neue Ausstellung aufbauen“, sagt Dopheide.

Im September wird außerdem ein Programm des Arbeitsamtes auslaufen: Somit wird eine weitere Stelle wegfallen.

Doch ein Konzept, auf das sich die Mitarbeiter vor einem Jahr festgelegt hatten, scheint aufzugehen: „Ich bin nicht der Alleinunterhalter im Museum, sondern ich habe ein starkes Team, ohne das wir hier überhaupt nichts machen könnten. Wir machen alles gemeinsam und damit sind wir sehr gut gefahren.“ In den vergangenen zwölf Monaten habe sich im Museum einiges getan. Neben dem Teamaufbau habe Dopheide vor allem neue Kontakte geknüpft, um sich ein Netzwerk aufzubauen. „Wir waren auf zahlreichen Töpfermärkten, um Aussteller kennenzulernen, die dann vielleicht nach Springe kommen“, berichtet Dopheide. Derzeit feilt der Vorstand bereits an einem neuen Konzept für den Töpfermarkt. Details dazu sollen in den kommenden Monaten bekannt gegeben werden.

Außerdem feierte das Museums-Café fünfjähriges Bestehen: „Dieses Angebot wird nach wie vor gut angenommen und die Feier war eine gute Einnahmequelle für den Verein.“ Durch das Café haben die Ehrenamtlichen einen treuen Besucherstamm entwickeln können, aber gleichzeitig neue Interessierte für die Einrichtung gewinnen können. Zufrieden sind die Vorstandsmitglieder auch mit den Besucherzahlen der Ausstellungen, etwa bei der Lichterbögen- oder der aktuellen Schau mit Auto-Cartoons von Wolfgang Sperzel.

Von Stillstand will Dopheide gar nichts wissen, im Gegenteil: Im August soll die neue Ausstellung mit Küchenausstattungen eröffnet werden. „Und dazu laden wir nicht einen bestimmten Kreis ein, sondern alle Springer.“ Auch digital soll es vorangehen: Die Internetseite wird mit neuen Texten überarbeitet und modernisiert. „Das können wir zur Beruhigung aller Springer jetzt mitteilen, der Auftrag wurde vergeben.“

Langfristig will der Vorstand die Abteilung für Stadtgeschichte neu aufbauen und ebenfalls moderner gestalten. Derzeit bereitet der Vorstand Anträge für Fördergelder vor. „Digitalisieren können wir die Sammlung dieser Abteilung leider nicht, dafür fehlt uns das Geld.“ Ideen, die Jugendlichen für die Springe-Historie zu begeistern, habe sie aber trotzdem. „Wir tun alles, um das Museum zu behalten und alle wollen so motiviert weitermachen.“



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