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Stadt muss in Eldagsen und Bennigsen investieren / Auch in andere Standorte fließt Geld

Neue Wasserleitungen für Grundschulen

Springe. Die Springer Schulen bleiben ein Sanierungsfall: Hohe Summen muss die Stadt in den kommenden Jahren ausgeben. Allein an den Grundschulen Eldagsen und Bennigsen werden gut 1,1 Millionen Euro investiert – unter anderem für neue Wasserleitungen.

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VON CHRISTIAN ZETT

Das Bild sieht gruselig aus. Rost hat sich durch die Wasserleitung gefressen, große, verfärbte Eisenstücke hängen lose an der Innenseite. Die Grundschule Bennigsen hat ein Problem – und das ist in den Wänden: Laut Hochbau-Chef Reinhard Borchardt strahlen Fehlströmungen in den elektrischen Kabeln auf die Wasserrohre ab und sorgten für deren Verfall.

Die Folge: Noch in diesem Jahr sollen die Versorgungsleitungen für 200 000 Euro umfangreich saniert werden. Eine Gesundheitsgefahr bestehe aber nicht, betont Borchardt – trotz gelegentlicher Wasserverfärbungen: „Wir nehmen immer wieder Proben; es gibt Kontrollen vom Gesundheitsamt.“ Wenn Strom und Wasser in Bennigsen durch neue Leitungen fließen, geht es dort allerdings gleich weiter: 2015 will die Stadt den Heizkessel erneuern lassen – Kosten: weitere 160 000 Euro.

Noch mehr Geld soll unter dem Strich in den Standort Eldagsen fließen. Größter Kostenpunkt ist dabei die energetische Sanierung von Fassade, Fenster, Dach und Heizung: Borchardt rechnet mit 500 000 Euro Gesamtkosten in den Jahren 2015 und 2016.

Schon vorher sollen die Zugänge zur Schulbühne, in den Keller und ins Obergeschoss barrierefrei gestaltet werden. Letzteres könne, so Borchardt, nur durch einen Aufzug geschehen. Ob dieser an der Treppe angebracht wird oder durch Decke und Boden führt, steht noch nicht fest. Insgesamt kostet das Projekt 100 000 Euro.

Auch in Eldagsen muss die Stadt schließlich an die veralteten Wasserleitungen in Schule und Sporthalle. Um Hygienemängel im Trinkwasser zu vermeiden, werden 2016 rund 125 000 Euro investiert. „Hier ist die Lage aber lange nicht so akut wie in Bennigsen“, betont Borchardt.

Fortgesetzt werden soll schließlich auch die Sanierung des Schulzentrums Nord in der Kernstadt. Parallel zu den Aus- und Umbauten für den Start der Integrierten Gesamtschule muss die Stadt in den kommenden drei Jahren insgesamt eine Million Euro in die Sanierung des Dachs stecken. „Es ist schadhaft, aber es tropft noch nicht durch“, sagt Borchardt, der von einem „natürlichen Verschleiß“ bei dem mehr als 30 Jahre alten Dach spricht.

Das Mammutprojekt der energetischen Sanierung am Schulzentrum Süd macht hingegen wie geplant 2014 eine Pause. Alle zwei Jahre will die Stadt einen weiteren Bauabschnitt für je 500 000 Euro anpacken. Nach derzeitigem Plan wäre das Gebäude dann im Jahr 2021 fertig erneuert – bei laufendem Betrieb.

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