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Neue Verkehrssorgen in Gestorf

GESTORF. Seitdem die Ampel an der Problemkreuzung steht, gibt es wenige Meter entfernt einen neuen Gefahrenpunkt: Das Einbiegen von der Hannoverschen Straße auf die Calenberger Straße wird zur Mutprobe. Der Ortsrat möchte die Stelle mit einem Spiegel entschärfen, die Behörden lehnen jedoch ab.

Vorfahrt für die Sicherheit: Der Ortsrat Gestorf will an der Calenberger Straße nachbessern. Foto: Archiv
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Dann werde es vor Ort erst recht brenzlig. Ortsbürgermeister Eberhard Brezski schimpft, die Begründung zeuge „von keinerlei Orts- und Sachkenntnis“. Er will jetzt das niedersächsische Verkehrsministerium einschalten. Vorab soll sich der Ortsrat noch einmal mit dem Thema beschäftigen.

Die neue Ampel war lange herbeigesehnt und ist bisher viel gelobt worden. An ihrem Nutzen gibt es denn auch keinen Zweifel. Durch sie ändern sich allerdings die Verkehrsströme im Ort: Wer von der Hannoverschen Straße auf die Calenberger Straße fahren möchte und dabei die Ampelkreuzung umgeht, hat ein Problem. Die Einfahrt auf die Calenberger Straße – eine Landesstraße – sei deutlich schwieriger zu beurteilen als vorher, gibt Brezski die Sorge von Anwohnern wieder und fügt an: „Dies kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.“

Der Sozialdemokrat hat die Stadt gebeten, beim Land einen Spiegel zu beantragen, mit dem Autofahrer um die Ecke schauen könnten. Den soll es aber nicht geben, „weil insbesondere schwächere Verkehrsteilnehmer im Spiegel schlecht erkennbar sind und der Spiegel bei schlechter Witterung und Dunkelheit keinen Nutzen hat“, heißt es in der Stellungnahme.

Über diese Antwort kann Brezski nur mit dem Kopf schütteln. Radfahrer und Fußgänger würden die Stelle komplett meiden – sie könnten die Straße hier wegen des hohen Verkehrsaufkommens gar nicht überqueren. Autos und Lastwagen dagegen hätten im Dunkeln doch das Licht an. Sein Fazit: Mit vergleichsweise wenig finanziellem Aufwand könnte viel erreicht werden – wenn man denn nur möchte.

Der Ortsrat tagt am Mittwoch, 14. Februar, ab 20 Uhr im „Krügers“. Auch der Spiegel ist dann Thema.

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