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Neue Pläne für die alte Schule in Lüdersen

LÜDERSEN. Neuer Schwung für das Projekt Alte Schule in Lüdersen: Um für eine Umgestaltung und Sanierung des historischen Gebäudes in den Genuss von Fördergeldern der Region Hannover kommen zu können, müssen Pläne von drei unterschiedlichen Architekten vorliegen.

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Autor:

Anne Brinkmann-Thies

Der Ortsrat Lüdersen will dafür 5000 Euro in den städtischen Etat 2018 einstellen lassen.

„Planungen zur Stärkung des ländlichen Raums werden zu 80 Prozent gefördert und müssen vorfinanziert werden“, erklärt Ortsbürgermeisterin Ursel Postrach.

Dass derzeit die Pläne für die Umnutzung des einstigen Schulgebäudes von einem Architekturbüro erarbeitet werden, erfolgt in Absprache mit dem Amtshof Eicklingen. Der wiederum betreut die ILE-Förderregion Calenberger Land, in das Lüdersen mit seinem Projekt Alte Schule aufgenommen werden möchte.

Doch dafür ist es notwendig, Planungen von insgesamt drei unterschiedlichen Architekten vorzulegen, so Postrach. Konkret wünscht sich der Ortsrat einen großen multifunktional einsetzbaren Raum. „Der könnte etwa vom Lesecafé ebenso genutzt werden wie von den Jugendlichen des Jugendtreffs Weltall“, erklärte Postrach.

Denkbar wäre möglicherweise sogar, eine Krippe in den Erdgeschoss-Räumen unterzubringen. „Das ist erst einmal einfach ein Gedankenspiel, um zu sehen, was möglich ist“, so die Ortsbürgermeisterin. In jedem Fall aber soll ein Anbau am westlichen Teil des Gebäudes abgerissen werden, in dem noch quasi historische Toiletten untergebracht sind. „Die wurden ohne abgetrennte Kabinen gebaut“, berichtet Postrach mit einem Schmunzeln. Und so müssten bei einer Umgestaltung in jedem Fall auch barrierefreie sanitäre Anlagen gebaut werden.

Eine Frist für eine Umsetzung der nun erarbeiteten Architekten-Pläne gibt es nicht. „Das ist uns auch sehr wichtig“, so Postrach. Denn so können die Ansparungen für die notwendigen Umbauten weiter vorangetrieben werden.

Eifrig Gelder sammelt auch der Förderverein Bergdorf Lüdersen. Erst jüngst beim Adventsmarkt rund um die Bergdorfhalle wurde ein Präsentkorb versteigert. Und die Vorsitzende des Vereins, Ute Austermann-Haun, bietet schon länger Artikel, die von Lüdersern gespendet wurden, auf einer Internet-Auktionsplattform feil.

Im städtischen Etatentwurf 2018 sind schon jetzt 50 000 Euro für die Alte Schule eingestellt. Diese Summe stelle die Stadt bereit, wenn das Projekt an den Start geht, so Postrach. „Dieses Geld bekommen wir, weil wir rund um die Alte Schule viel in Eigenregie organisieren“, erklärt die Ortsbürgermeisterin.

Der Ortsrat Lüdersen sprach sich aber dafür aus, die nun für die Architektenentwürfe beantragten 5000 Euro von diesen 50 000 Euro abzuziehen.

Dass für das Jahr 2018 im Rahmen einer „Dorferneuerung Lüdersen“ gar 305 000 Euro eingeplant sind, wie es im Vorbericht Tiefbaumaßnahmen des städtischen Etatentwurfs abgedruckt ist, konnte Fachbereichsleiter Gerd Gennat nicht bestätigen. Die Zahl beziehe sich tatsächlich auf den Straßenbau in der Sebastian-Kneipp-Straße im benachbarten Bennigsen, sagte Gennat. Vermutlich durch eine Verknüpfung von Konten und Produkten sei das Geld fälschlicherweise Lüdersen zugeordnet worden.

Aber auch die beschriebene Dorferneuerung gibt es im Bergdorf schon seit vielen Jahren nicht mehr. Und so zeigte sich auch Ortsbürgermeisterin Postrach von dem Eintrag im Etatentwurf sehr überrascht.



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