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Neubaugebiete in Springe: Debatte nimmt Fahrt auf

SPRINGE. Wenn es nach dem parteilosen Ratsherrn Uwe Lampe geht, könnten schon in Kürze mehrere Neubaugebiete in der Kernstadt ausgewiesen werden. Lampe hat drei Flächen im Blick.

Für Uwe Lampe eine Fläche mit Weitblick: Südlich der B 217 hält er ein Pendant zum „Großen Graben“ für denkbar. FOTO: MISCHER
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Marita Scheffler Redakteurin zur Autorenseite

Sein Favorit: das Feld neben dem Neuen Friedhof, das bereits der Stadt gehört. Ebenfalls attraktiv sei die Fläche zwischen der IGS und den Jägerallee-Kleingärten. Und dann könnte mit den Äckern zwischen dem Autohaus Mensenkamp, der B 217 und der Hallerquelle sogar der ganz große Wurf gelingen.

Lampe reagiert mit seinem Antrag auf eine bislang nicht-öffentliche Liste der Stadtverwaltung. In dem Papier haben sich Bürgermeister Christian Springfeld und seine Mitarbeiter detailliert mit allen verfügbaren Bauflächen im Stadtgebiet beschäftigt. Sie gehen auch auf die Machbarkeit ein: Auf grün markierten Arealen könnten die Bagger in absehbarer Zeit anrollen und weiteren Wohnraum schaffen.

Bürgermeister Springfeld hatte sich bislang nur zu einer Fläche geäußert: Er sei ein klarer Befürworter einer – moderaten – Bebauung des Deisterkessels. Die Wohnlage nördlich des Hamannsbruchs, in der Nähe des Diakoniezentrums Jägerallee, sei „top“.

Lampe hat einen Antrag geschrieben, über den er in der nächsten Stadtratssitzung sprechen will. Darin betont er die Dringlichkeit des Themas: In Springe müsse schnellstmöglich bezahlbarer Wohnraum entstehen. Neubaugebiete gibt es derzeit in der Kernstadt nicht, und die neuen großen Mehrparteienhäuser würden sich „leider nicht an Normalverdiener“ richten. Lampe: „Dem müssen wir etwas entgegensetzen.“

Den Fokus wie Springfeld auf den Deisterkessel zu legen, hält er für keine gute Idee. Unweit vom Landschaftsschutzgebiet seien die Auflagen hoch. Lediglich eine Häuserreihe an der Straße Hamannsbruch sei verträglich.

Überhaupt seien Flächen, die dichter am Zentrum – also an Marktplatz und Rathaus – liegen, besser geeignet: Sie können zur Belebung der Innenstadt beitragen. Ideal sei das kleine Feld an der Hamelner Straße neben dem Neuen Friedhof: „Das lässt auch Geschosswohnungsbau zu.“ Die Fläche liegt direkt an der Bahnlinie, bei gutem Schallschutz sei das aber kein Ausschlusskriterium.

Zwischen den Kleingärten an der Jägerallee und der IGS sollte vor zwei Jahren eine Flüchtlingsunterkunft entstehen. Die Pläne wurden fallengelassen, als der Zustrom abebbte. Auch hier müsse der Lärmschutz berücksichtigt werden, was ebenfalls problemlos sei. Lampes Einschätzung: „Hier ließe sich relativ schnell attraktiver Wohnraum schaffen.“

Und dann hat der parteilose Ratsherr auch noch eine Fläche auf dem Tableau, über die bislang noch gar nicht öffentlich diskutiert worden ist – ein Neubaugebiet gegenüber dem „Großen Graben“, auf der anderen Seite der B 217. Erschlossen werden könnte das Gelände von der Eldagsener Straße aus, zum Beispiel über den Wirtschaftsweg am Autohaus Mensenkamp.

Das Baugebiet könnte hinter den kirchlichen Kleingärten beginnen und in mehreren Bauabschnitten – wenn gewünscht – fast bis zur Hallerquelle reichen. Das Gebiet sei im Flächennutzungsplan bereits „für Wohnbebauung“ ausgewiesen; damit seien die Hürden vergleichsweise gering. Lampe: „Die Bebauung zwischen dem Siedlungsbereich, dem ehemaligen Krankenhaus und der Kernstadt würde eine sinnvolle Lückenschließung ergeben. Schulen, Sportstätten und die angedachte Kindertagesstätte lassen sich hervorragend fußläufig erreichen.“ 



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