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Neuauszählung in Springe: Parteien loben und kritisieren

SPRINGE. Die Politik reagiert unterschiedlich auf die Ergebnisse der erneuten Auszählung der Stimmen zur Stadtratswahl. Die Palette reicht von Lob für die Zählaktion von der FDP, die eigentlich auf einen Sitz mehr gehofft hätte, bis zu Kritik an der erneuten Auszählung von der CDU.

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Autor:

RALF T. MISCHER und KATHARINA WEIßLING

Deren Fraktionschef Wilfred Nikolay meint kurz und knapp: „Das Ganze hätten wir uns schenken können.“ Zeit und Geld habe es gekostet – allerdings bewertet er das Ergebnis der Auszählung aus Sicht der CDU als „nicht so tragisch, da wir ja keinen Sitz verloren haben“. Nur personell könnte sich für die CDU im Rat etwas ändern. Und für die betroffenen Kandidaten, über deren Verbleib oder Einzug in den Rat möglicherweise noch per Los entschieden werden müsse, sei das denn auch weniger schön.

Während einer Fraktionssitzung am Montag will die CDU-Fraktion diese Frage besprechen und nach Möglichkeit intern klären.

Lob für die erneute Auszählung findet indes FDP-Ratsmitglied Klaus Nagel. Seine Partei hätte Berechnungen zufolge eigentlich am ehesten von der Neuauszählung profitieren können. Der erhoffte zusätzliche Ratssitz fiel den Liberalen aber nicht zu.

Dennoch: „Es ist auf jeden Fall richtig, dass das gemacht wurde. Denn dabei geht es um Wahlgerechtigkeit.“ Immerhin habe sich gezeigt, dass es zu Fehlern gekommen sei, die sich jetzt möglicherweise sogar auf die personelle Besetzung des Rates auswirkten. „Welche Personen im Rat sitzen, das ist ja ungemein wichtig.“

Dass die Ergebnisse bei einigen Kandidaten nur wenige Stimmen auseinander liegen, zeige, dass jede Wählerstimme zähle und dass jeder Bürger mit seiner Stimme das Ergebnis personell beeinflussen könne.

„Ich hätte mir gewünscht, dass der Wahlausschuss von sich aus die Stimmen nachgezählt hätte, wenn die Ergebnisse so knapp ausfallen“, sagt Nagel rückblickend. Auch seitens der übrigen Parteien hätte er sich einen kritischeren Umgang mit den Ergebnissen gewünscht: „Man sollte auch stets das aktuelle Ergebnis mit dem der Vorjahre vergleichen“, rät er.

Den Wahlhelfern, denen in der langen Wahlnacht Fehler passiert sind, macht er aber ausdrücklich keine Vorhaltungen: „So etwas kann passieren im Eifer des Gefechts; das ist ganz normal.“

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