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NDZ stellt Buchtrends vor

Einfach zurücklehnen und ein gutes Buch lesen: Im Alltag ein seltenes Gut. Da bietet es sich an, all die versäumten Lektüren in den Sommerferien nachzuholen. Die Neue Deister-Zeitung stellt die Buchtrends vor.

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Autor:

von jennifer minke-beil

SPRINGE. Einfach zurücklehnen und ein gutes Buch lesen: Im Alltag ein seltenes Gut. Da bietet es sich an, all die versäumten Lektüren in den Sommerferien nachzuholen. „Vor allem zu Beginn der Ferien haben die Erwachsenen und Jugendlichen dicke Bücherstapel aus der Bücherei getragen, um im Urlaub genug Lesestoff zu haben“, bestätigt die Mitarbeiterin der Springer Stadtbibliothek, Claudia Oltersdorf. Derzeit sei es etwas ruhiger geworden, weil viele Familien im Urlaub weilen. Aber in gut einer Woche rechnet sie wieder mit mehr Gästen in der Springer Einrichtung. „In den Hotels findet der Bettenwechsel statt, hier steht dann eher der Bücherwechsel an“, schmunzelt Oltersdorf.

Viele Kunden orientieren sich an den aktuellen Bestsellerlisten, berichtet sie. Diese Bücher seien dann somit meist dauerhaft verliehen. So wie der aktuelle Titel von Jojo Moyes „Ein ganz neues Leben“. Aber auch Sachbücher, die ein ordentliches Maß an Unterhaltungswert haben, eignen sich für die Lektüre am Strand. Peter Wohllebens „Das geheime Leben der Bäume“ sticht dabei besonders heraus.

Außerdem sind Krimis nach wie vor sehr beliebt. Sowohl die Werke der bekannten schwedischen Autoren als auch heimische Schriftsteller werden gerne gelesen. Dauerbrenner bei den jungen Lesern ist laut Oltersdorf seit Jahren die Reihe „Gregs Tagebuch“ von Jeff Kinney. Am besten kommen die Bücher aus dem Fantasy-Genre an. Die fünfbändige Reihe Percy Jackson von Rick Riordan ist stets vergriffen. Auch die „Warrior Cats“ ist eine Fantasy-Romanreihe, die bei den Jugendlichen angesagt ist.

Tabula rasa herrscht in der Ferienzeit auch in den Regalen der Hörbücher. „Gerade für lange Autofahrten sind sie toll“, meint Oltersdorf. Die meisten Medien der Stadtbücherei werden am Ende der Ferien wieder in gutem Zustand zurückgebracht. „Natürlich ist mal ein Buch im Zelt etwas nass geworden, aber die Fälle halten sich in Grenzen.“ Falls ein neuwertiges Buch im Urlaub vergessen wurde, muss es ersetzt werden. Bei älteren Titeln kann auch ein Austausch mit einem anderen Werk erfolgen.

Auch in der Buchhandlung am Nordwall besorgen sich die Springer in den Ferien vermehrt ihren Lesestoff. „Mich fragen viele Kunden nach spannenden Büchern“, sagt Inhaberin Karin Callegari. Neben Jojo Moyes, die wie in der Stadtbibliothek auch bei ihr häufig gewünscht wird, empfiehlt sie gerne „Die Falle“ von Melanie Raabe oder „Die Hochzeit der Chani Kaufmann“ von Eve Harris. Abseits der Bestsellerliste liest Callegari gerne Hansjörg Schneider. In seinen Krimis löst der Ermittler die Fälle auf seine eigene Art, was ihr gefalle.

Für einige Bücher interessieren sich die Leser verstärkt nach dem Tod der Autoren. Die Werke von Roger Willemsen beispielsweise werden auch in den Ferien gut verkauft. Ladenhüter dagegen sei das Buch von Guido Westerwelle, sagt Karin Callegari. Helmut Schmidt dagegen scheint nicht aus den Köpfen der Springer zu verschwinden. Seine Bücher werden konstant nachgefragt.

Auf die leichte Lektüre am Strand legt der zu Klampen Verlag aus Völksen nicht unbedingt seinen Schwerpunkt, sagt Radostila Nau vom Vertrieb.

Aber sowohl die neuen Bücher „Maydanek“ von Mordechai Strigler oder „Mein Herz gib wieder her“ von Heinrich Thies über das Leben von Hermann Löns und seiner Frau Lisa seien gut gestartet. Außerdem seien die Kneipen-Krimis aus Hannover „Ein Bier, ein Wein, ein Mord“ und „Ein Pils, ein Sekt, ein Todesfall“ durchaus populär und auch für den Strand geeignet, so Nau.

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