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Naturfreunde sagen Adventsmarkt ab

SPRINGE. Es war nicht das beste Jahr für die Naturfreunde Springe: Erst machte ihnen die lang anhaltende Trockenheit einen Strich durch die Rechnung, jetzt sind es die fehlenden Helfer, die ihnen das Leben schwer machen. Der jährliche Adventsmarkt an der Deisterhütte musste abgesagt werden.

In den vergangenen Jahren lockte der Waldweihnachtsmarkt an der Deisterhütte zahlreiche Besucher nach Springe. Foto: Archiv
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Saskia Helmbrecht Redakteurin zur Autorenseite

Zu wenig Mitglieder hatten sich bereit erklärt, beim Aufbau mitzuhelfen.

Wie vielen anderen Vereinen auch, fehlt den Naturfreunden der Nachwuchs. „Der Aufbau ist nicht an einem Sonnabend und Sonntag machbar, wir sind da meist 14 Tage im Gange“, sagt der kommissarische Vorsitzende Reinhold Krause.

Es gehe aber auch darum, die wenigen, aktiven Mitglieder, die das ganze Jahr über mithelfen, zu entlasten und die Arbeit nicht auf nur wenigen Schultern zu verteilen. „Wir hatten erst überlegt, den Markt auf einen Tag zu verkürzen, aber der Auf- und Abbau wäre die gleiche Arbeit gewesen, daher hat er der Vorstand sich entschieden, das Fest dieses Jahr komplett ausfallen zu lassen“, bedauert Krause.

Gleichzeitig betont er, dass die Absage nicht bedeutet, dass der Adventsmarkt komplett eingestellt wird. „Für das kommende Jahr müssen wir erneut beraten.“ Er weiß aber auch, wie schwer es ist, die junge Generation zu erreichen. „Es war ein blödes Jahr, da müssen wir jetzt durch“, sagt Krause. Denn: Die Naturfreunde mussten bereits ihr Oktoberfest absagen, weil sie keine Wasserversorgung sicherstellen konnten, die Deisterhütte musste sogar für kurze Zeit komplett geschlossen werden. „Das Oktoberfest ist unser umsatzstärkstes Event, das hat finanziell schon wehgetan.“

Als Ersatz wollen die Naturfreunde aber beim Weihnachtsmarkt in Springe mitwirken und haben einen Stand angemeldet. Bis bei den Naturfreunden wieder etwas Ruhe einkehrt, könnte es aber dauern. Die Mitglieder sind nicht nur damit beschäftigt, die Deisterhütte in andere Hände abzugeben, sondern müssen sich auch mit der bevorstehenden Vorstandswahl auseinandersetzen. Nachdem Wolfgang Klemmt überraschend vom Amt des Vorsitzenden zurücktrat, übernahm sein bisheriger Stellvertreter Krause die Funktion kommissarisch. Schon damals stellte er klar, dass er bei den Wahlen nicht als Vorsitzender zur Verfügung stehe. „Ich werde nächstes Jahr 75 Jahre alt und möchte die Position nicht übernehmen.“ Wenn er jetzt schon zurücktreten würde, wäre der Vorstand nicht mehr geschäftsfähig – und müsste aufgelöst werden. „Wir müssen nach vorne blicken und neue Ideen haben, um wieder etwas auf die Beine zu stellen.“

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